Chronik | Niederösterreich
14.08.2018

Mann wollte sich bei Bankraub erschießen lassen

56-jähriger Verdächtiger kündigte Überfall im Bezirk Amstetten an. Dienstagfrüh wurde er nach einer Fahndung festgenommen.

Eine turbulente Nacht hat ein 56 Jahre alter Mann den Polizeieinsatzkräften im Mostviertel beschert. Der Verdächtige hat in der Nacht auf Dienstag den perfiden Tatplan geäußert, eine Bank im Raum Strengberg überfallen zu wollen. Seinen Aussagen nach wollte er sich dabei von der Polizei erschießen lassen. Diese erzwungene Tötung durch besonders aggressives Auftreten gegenüber den Beamten mit Waffengewalt bezeichnet man als „Suicide by Cop".

Wie der Sprecher der nö. Landespolizeidirektion, Johann Baumschlager, auf Nachfrage des KURIER bestätigt, hat der 56-Jährige am Dienstag kurz vor 5 Uhr Früh bei der Polizei Amstetten angerufen und angekündigt eine Bank zu überfallen. Nachdem man zunächst nicht genau wusste, ob und wie der Mann seinen Tatplan in die Wirklichkeit umsetzen wollte, wurde im Raum Strengberg eine Fahndung nach dem Verdächtigen aufgezogen. Laut Baumschlager ist es der Polizei gelungen den Mann Dienstagvormittag im oberösterreichisch-niederösterreichischen Grenzgebiet zu orten.

Laut KURIER-Informationen wurde er in Grein an der Donau nach einer Handypeilung festgenommen. Am Dienstag fand die Einvernahme des 56-Jährigen statt. Sie soll neue Aufschlüsse zum Motiv und der Gefährlichkeit des Mannes bringen.