Atemberaubend: Fünf Tage lang filmte Videomacher Reiterer vor Vava’u im Pazifik, wo Walkühe ihre Kälber zur Welt bringen

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Chronik | Niederösterreich
06/28/2019

Kurzfilm über Wale als Appell für mehr Umweltschutz

Der Wiener Neustädter Videomacher Philipp Reiterer filmte Wale im Pazifik und ruft zu mehr Umweltschutz auf.

Ein letzter Atemzug noch, dann der Sprung vom Schiffsrand ins kalte Wasser. Mit nicht mehr als Taucherbrille, Schnorchel, Flossen und Kamera ausgestattet, geht es für Philipp Reiterer in die dunkle Tiefe. Jetzt heißt es warten. Bis plötzlich eine 14 Meter lange Walkuh mit ihrem Kalb, knapp eine Armlänge entfernt, auftaucht. Reiterer zückt die Kamera.

Der 23-jährige Filmemacher aus Wiener Neustadt befindet sich vor der Inselgruppe Vava’u, irgendwo im Nirgendwo des Südpazifiks. Hier bringen die trächtigen Buckelwale ihre Kälber zur Welt. Fünf Tage lang filmte Reiterer die Giganten der Tiefe. „Dieses Erlebnis ist unbeschreiblich. Man glaubt sich in einer völlig anderen Welt neben diesen Riesen“, schwärmt Reiterer.

Das Ergebnis der Mission ist ein fast zweiminütiger Kurzfilm, mit dem Reiterer und sein Kollege Manu Grafenauer auf mehr Umweltschutz aufmerksam machen wollen.

„Wir haben es satt, dass so wenig auf die Wunder unserer Welt geachtet wird. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass man so etwas Tolles und Schönes schützen muss“, erklärt Reiterer.

Promis sollen helfen

Filmen war schon immer Reiterers große Leidenschaft. Seit 2016 ist er selbstständig, hauptsächlich dreht er Imagefilme für Unternehmen. Seine zweite große Begeisterung gilt der Nachhaltigkeit, diese wird auch im Beruf gelebt: Der Weg zu den Drehorten wird, wenn möglich, mit dem Zug zurückgelegt, die diesmal durch den Flug verursachten CO2-Emissionen wurde durch ein Klimaprojekt kompensiert. Im Büro wird ausschließlich Öko-Storm verwendet, Briefwege werden digital abgewickelt und Cateringfirmen am Set dürfen kein Plastik verwenden.

Der Film „A Plea from the Deep“ (Ein Appell aus der Tiefe) wurde zur Gänze aus der eigener Tasche finanziert. Reiterer und Grafenauer wollen das Video viral verbreiten und durch prominente Unterstützer weltweit Aufmerksamkeit für das Thema erlangen. „Derzeit versuchen wir Umweltaktivisten und Mitstreiter für unsere Idee und den Film zu begeistern“.

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