Wieso Kühe mit Wildschweinen verwechselt wurden, weiß nur der Schütze. Und der schweigt

© dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Ermittlungen
11/29/2013

„Kuh-Schütze“ gilt als erfahrener Jäger

Jagdaufseher im Zwielicht: Zu lang weggesehen?

Rätselraten herrscht im Raum Prigglitz darüber, wie ein an sich erfahrener Jäger „irrtümlich“ drei Milchkühe als vermeintliche Wildschweine erlegen konnte. Bei dem mittlerweile ausgeforschten Schützen handelt es sich um einen 60-jährigen Mann aus Ternitz, der seit rund 40 Jahren der Jagd nachgeht. Der Mann, dem inzwischen die Jagdkarte entzogen wurde und der zusätzlich mit einem Waffenverbot belegt wurde, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Indes konzentrieren sich die Ermittlungen der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen auch auf den Jagdaufseher des Eigenjagdrevieres „Ternitz III“ bei Pottschach, in dem die drei Kühe geschossen wurden. Denn laut Jagdgesetz hätte der Mann den Vorfall umgehend der Bezirksverwaltungsbehörde melden müssen, sagt Peter Lebersorger, der Generalsekretär der Österreichischen Landesjagdverbände.

Pächter von Genossenschaftsjagden, die Anrainer der Eigenjagd Ternitz III sind, haben schon vor nunmehr sieben Jahren ihren Unmut gegen die Jagdgepflogenheiten im Eigenjagdrevier Ternitz III kundgetan. So sollen dort beispielsweise im Jahr 2005 laut Liste 85 Rehe erlegt worden sein, obwohl laut behördlich bewilligtem Abschussplan nur der Abschuss von 28 Rehen verfügt wurde.

„Das ging alles auf Kosten der Nachbarreviere. Nur durch Zuzug von Rehen aus den Nachbarrevieren war dies möglich“, kritisiert ein Jagdpächter (Name der Redaktion bekannt).

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