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Chronik Niederösterreich
07/06/2022

Karl Fakler ist tot: Tiefe Trauer um ehemaligen AMS-Chef

In der Nacht auf Mittwoch starb Karl Fakler im Alter von 68 Jahren. Er hatte das Arbeitsmarktservice stark geprägt.

von Johannes Weichhart

Elf Jahre stand er an der Spitze des Arbeitsmarktservice NÖ. Als sich Karl Fakler im Jahr 2018 in den Ruhestand verabschiedete, sagten viele, dass nun eine Ära zu Ende gegangen sei.

In der Nacht auf Mittwoch ist Karl Fakler gestorben. Die Trauer im AMS, aber auch bei seinen vielen Weggefährten aus den Bereichen der Politik und Wirtschaft, ist groß. Sie trauern um einen Mann, der selbst in schwierigen Situationen nie seinen Humor verlor.

Serviceoffensive

Von 1994 bis 2018 - 24 Jahre lang - gestaltete der studierte Soziologe den niederösterreichischen Arbeitsmarkt wesentlich mit. In seiner Amtszeit als stellvertretender Landesgeschäftsführer an der Seite von Werner Homrighausen und später, ab 2007, als Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ antwortete Fakler auf einen sich dynamisierenden Arbeitsmarkt mit einer Serviceoffensive für Arbeitsuchende und Unternehmen sowie mit vielen innovativen Projekten in Kooperation mit dem Land NÖ und der niederösterreichischen Sozialpartnerschaft. Den erfolgreichen Umbau des AMS zu einer modernen Service-Einrichtung für Jobsuchende und Betriebe hat Karl Fakler wesentlich mitgestaltet.

„Mit Karl Fakler verlieren wir nicht nur einen großen Innovator der Arbeitsmarktpolitik, sondern auch einen geschätzten Kollegen und echten persönlichen Freund. Wir und ganz viele Kolleginnen und Kollegen denken in diesen schweren Tagen an Karl, seine Ehefrau und seine ganze Familie“, so die Vorstände des AMS Herbert Buchinger und Johannes Kopf.

Lebenswerk

Sven Hergovich, sein Nachfolger im AMS Niederösterreich: „Karl Fakler war bis zu seinem letzten Arbeitstag und darüber hinaus voller Leidenschaft für die Menschen und den niederösterreichischen Arbeitsmarkt im Einsatz. Ich bin ihm für alles, was er geleistet und geschaffen hat, unendlich dankbar. Wir werden sein Lebenswerk, Mensch und Arbeit zu verbinden, weitertragen.“

"Unermüdlicher Kämpfer"

„Karl Fakler war über viele Jahre ein verlässlicher Partner des Landes Niederösterreich und vor allem der Menschen im Land“, sagt ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Ableben des langjährigen Landesgeschäftsführers des AMS Niederösterreich.

Tief erschüttert zeigen sich auch SPÖ-Landesparteivorsitzender Franz Schnabl sowie seine Stellvertreterin, Gesundheits- und Soziallandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. „Karl Fakler war ein unermüdlicher Kämpfer, wenn es darum ging, Menschen eine Arbeit und der niederösterreichischen Wirtschaft die entsprechenden Mitarbeiter zu vermitteln. Unser ganzes Mitgefühl gehört seiner Familie“, betonen Schnabl und Königsberger-Ludwig.

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser bezeichnete Fakler als einen „wesentlichen Garanten dafür, dass Menschen, die vorübergehend in die Arbeitslosigkeit geschlittert sind, wieder eine Perspektive in Niederösterreich bekommen.“

„Mit Karl Fakler verlieren wir eine stabile und hochgeschätzte Persönlichkeit. In Erinnerung bleiben viele gemeinsame Initiativen im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und den Unternehmen in Niederösterreich. Den Menschen Karl Fakler zeichnete nicht nur sein Engagement und seine Offenheit aus, sondern auch die Handschlagqualität“, würdigt Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker das Wirken des langjährigen AMS Niederösterreich-Landesgeschäftsführers.

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