Chronik | Niederösterreich
01.10.2018

Karambolage mit einem Toten und sechs Schwerverletzten auf A1

Nach harmlosem Auffahrunfall auf der A1 bei Viehdorf krachte ungarischer Lenker mit LKW samt Anhänger in die Unfallautos und verursachte ein Drama.

Weit dramatischere Folgen hatte der schwere Auffahrunfall, der, wie berichtet, Sonntagfrüh auf der Westautobahn im Bezirk Amstetten passiert war. Nach Abschluss der komplizierten Ermittlungen gab die Polizei Sonntagabend konkrete Sachverhalte bekannt. Demnach waren bei der schweren Kollision dreier Fahrzeuge ein Todesopfer, sechs Schwer- und zwei Leichtverletzte zu beklagen.

Als die Einsatzkräfte kurz nach 3 Uhr Früh am Unfallort auf der A1 bei Viehdorf einlangten, fanden sie drei ineinander verkeilte Fahrzeuge vor. Wie sich später herausstellte war vorerst ein 55-jähriger Serbe mit einem Van, in dem weitere fünf Personen saßen, auf einen Pkw mit einem Anhänger, der ein Boot geladen hatte, aufgefahren. Die beiden Unfallfahrzeuge standen am ersten Fahrstreifen Fahrbahnrichtung Wien. Es war nur Sachschaden entstanden.

Die beiden Insassen des ersten Wagens, ein Serbe, 45, und ein Schweizer, 47, waren ausgestiegen. Als sich die beiden Lenker gerade unterhielten kam von hinten ein Lkw samt Anhänger, der zwei Pkw geladen hatte. Das Gespann, das ein Ungar, 42, lenkte,  krachte wuchtig in den Van.Die Insassen dieses Fahrzeugs wurden dabei massiv in Mitleidenschaft gezogen. Drei eingeklemmte Menschen mussten wenig später von den Teams der drei Feuerwehren Amstetten, St.Georgen am Ybbsfeld und Oed aus den Wracks geschnitten werden. Für eines der Opfer, einem 44-jährigen Serben,  kam jede Hilfe zu spät. Notarztteams und das Team des Rettungshubschraubers Christophorus 2 kümmerten sich um die sechs Schwerstverletzten und die zwei Leichtverletzten. Sie wurden in die Spitäler Amstetten, Linz und St. Pölten aufgeteilt. Während der Aufräumarbeiten musste die Fahrbahnrichtung Wien vier Stunden lang gesperrt werden.

Weil Zeugen beobachtet haben wollen, dass ein Insasse eines Unfallwagens im Schock in der Finsternis davongelaufen sei, veranlasste die Polizei Sonntagvormittag eine Suchaktion. Die Feuerwehr Viehdorf suchte das Areal neben der A1 ab, auch ein Polizeihubschrauber und ein Suchhund waren eingesetzt. Die Suche blieb ergebnislos.