Chronik | Niederösterreich
27.11.2018

Jagdunfall: Treiber im Bezirk Baden niedergeschossen

Der 60-jährige Schütze soll zwei Mal auf einen Hirsch geschossen haben. Der Treiber erlitt einen Durchschuss im Oberarm.

Bei einer Jagd im Bezirk Baden ist es Dienstagvormittag zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein Treiber wurde vom Projektil eines Kugelgewehrs in den Oberarm getroffen. Laut Auskunft der Landespolizeidirektion hat das Opfer bei dem Unglück einen Durchschuss im rechten Oberarm erlitten.

Ein 60-jähriger Jäger aus der Region und ein 59-jähriger Treiber waren zu zweit auf der Jagd in einem Waldstück in Weissenbach an der Triesting. Dabei hat der Schütze laut Polizeisprecher Johann Baumschlager auf einen Hirsch gefeuert. Das Tier dürfte allerdings nur angeschweißt (verwundet, Anm.) worden sein. Auf eine in der Folge wahrgenommene Bewegung in einem Gebüsch habe der Schütze noch einmal einen Schuss in diese Richtung abgegeben. Dabei wurde allerdings nicht der Hirsch, sondern der Treiber im Gebüsch von einem Projektil in den Oberarm getroffen. "Er dürfte riesiges Glück im Unglück gehabt haben", erklärt Baumschlager. Die Kugel zertrümmerte Ellenbogen und Speiche und durchschlug den Oberarm.

Laut Informationen des Roten Kreuz war das Opfer bei der Erstversorgung ansprechbar. Die Verletzung ist nicht lebensgefährlich. Der 59-Jährige wurde mit dem Notarzt ins Unfallkrankenhaus nach Wien-Meidlung gebracht und notoperiert. Die Ermittlungen hat die Polizei übernommen. Bei dem Unglücksschützen wurde ein Alkotest durchgeführt, der negativ verlief. Das Gewehr wurde beschlagnahmt.