Illegale Botox-Klinik im Keller: Drei Frauen in NÖ ausgeforscht

Wiener Neustädterinnen (31, 37 und 60 Jahre alt) kassierten kräftig für Schönheitseingriffe ohne entsprechende Ausbildung.
Eine Frau erhält eine Botox-Behandlung in die Stirn.

Eine illegale Botox-Klinik haben Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich (Ermittlungsbereich Umweltkriminalität) in Wiener Neustadt auffliegen lassen. Sie konnten drei Frauen im Alter von 31, 37 und 60 Jahren ausforschen, die seit mindestens 9. Juli 2025 gemeinsam diverse Schönheitseingriffe in den Kellerräumlichkeiten eines Wohnhauses vorgenommen haben, ohne über die dafür erforderliche Ausbildung zu verfügen. 

Das teilweise geständige Trio soll ästhetische Behandlungen durch Injektionen von Botox und Hyaluronsäure vorgenommen sowie Narkosemittel verabreicht haben. Die Kundinnen und Kunden hätten für diese Behandlungen teilweise hohe Beträge bezahlt, heißt es seitens der Polizei.

Die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt ordnete eine Hausdurchsuchung an. Die Ermittler konnten dabei am 12. Februar zahlreiche Substanzen, in Österreich nicht zugelassene Arzneimittel und andere Utensilien sicherstellen, die für die illegalen Schönheitseingriffe verwendet wurden.

Polizei sucht Geschädigte

Die 31-jährige Beschuldigte, gegen die auch wegen des Verdachts des schweren Betrugs und des Sozialleistungsbetrugs ermittelt wird, wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Ihre beiden Komplizinnen wurden angezeigt.

Die Polizei sucht nun nach Geschädigten. Wer gesundheitliche Beeinträchtigungen durch eine Behandlung durch die drei Verdächtigen erlitten hat, wird ersucht, sich mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich, Telefonnummer 059133-30-3333, in Verbindung zu setzen.

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