Großprojekt um Musikschloss kommt in Schwung

Das Blasmusikschloss Zeillern wird bis 2025 um rund 8,4 Millionen Euro zum allgemeinen musischen Bildungszentrum ausgebaut
Förderbeschluss in Landesregierung für musisches Bildungszentrum Schloss Zeillern. Gemeinde sucht neuen Pächter für Gastronomie

Nicht nur edle Klänge von Blasmusikern, sondern auch vielstimmige Chortöne oder das lustige Jodeln und Schnalzen von Schuhplattlern werden ab 2025 durch den Hof des Schlosses Zeillern hallen. Der angekündigte Ausbau des einstigen Herrschaftssitzes, das der Blasmusikverband als Verwaltungs- und Ausbildungszentrum nutzt, nimmt nämlich nun Fahrt auf.

Mit Investitionen von 8,4 Millionen Euro wird das Schloss zu einem musischen Bildungszentrum weiterentwickelt. Alle Träger der Regionalkultur, von der Blasmusik bis zur Chorszene sollen hier beheimatet werden, kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an. Sie gab bekannt, dass die Niederösterreichische Landesregierung kürzlich eine Förderung von 1,4 Millionen Euro für das Projekt beschlossen hat.

Großprojekt um Musikschloss kommt in Schwung

LH Mikl-Leitner (M.) mit Vertretern des NÖ Blasmusikverbands, der Gemeinde Zeillern, regionalen Repräsentanten und der NÖ Volkskultur

Durch die Aktivitäten des Blasmusikverbands habe sich das Schloss, das im Besitz der Gemeinde Zeillern ist, zum „Kompetenzzentrum mit überregionaler Bedeutung entwickelt, welches aus der Kulturlandschaft unseres Bundeslandes nicht mehr wegzudenken ist“, sagte die für das Kulturressort zuständige Landeshauptfrau. Die über 490 Blasmusikkapellen mit 25.000 Mitgliedern in NÖ haben den Zeillerner Prachtbau ab 1988 zu ihrer musikalischen Drehscheibe gemacht.

Mit dem nun beschlossenen Betrag werden ein notwendiger Konzert- und Veranstaltungssaal errichtet, sowie die Schulungs- und Probenräume umgebaut und saniert. Einen Saal für Musikkapellen gab es bisher nicht.

Fördergeber

Um das Großprojekt, zu dem auch der Umbau und die Sanierung des Seminarhotels mit 60 Zimmern gehören, zu stemmen sind mehrere Fördergeber mit an Bord. Über die Ecoplus werden Regionalfördermittel in der Höhe von 2,8 Millionen Euro zugeschossen. Gelder aus dem Raumordnungstopf und Sonderbedarfszuweisungen wird es ebenfalls geben.

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