Wahlkampf in St. Pölten: Rote Plakate sorgen für gehörig Wirbel

Rotes Wahlplakat
Rote Plakate sorgen im St. Pöltner Gemeinderatswahlkampf für Verwirrung. Die SPÖ wirft der Volkspartei nun "Dirty Campaining" vor.

In nicht einmal drei Wochen wird in der Landeshauptstadt St. Pölten ein neuer Gemeinderat gewählt, der Kampf um Stimmen läuft bereits auf Hochtouren.

Begleitet wird der Wahlkampf von großen Plakatkampagnen, die mittlerweile das Stadtbild beherrschen. Seit Kurzem sind auch rote Plakate zu sehen, die aus der Ferne wirken, als könnten sie von den Sozialdemokraten oder der KPÖ platziert worden sein.

Allerdings verraten die Aufschriften („Diesen Stau widmet Ihnen die SPÖ St. Pölten“, „Verbaut. Verstaut. Verschuldet.“) rasch, dass es sich nicht um Wahlwerbung für die Roten um Spitzenkandidaten und Bürgermeister Matthias Stadler handeln kann.

Am Mittwoch gab die Volkspartei bekannt, dass sie hinter der Aktion steckt. 

„Wir zeigen auf, was die absolute Mehrheit für St. Pölten bedeutet hat: Die SPÖ hat die Stadt verbaut, verstaut und verschuldet. Genau in diese offenen Wunden legen wir den Finger“, erklärt VP-Stadtparteigeschäftsführer Stefan Klammer. „Bislang war die Umleitungstafel das beliebteste Verkehrsschild der SPÖ. Denn uns wurde immer wieder erklärt, dass man für die eigenen Probleme in der Stadt seitens der absolut regierenden Mehrheit ja gar nichts könne.“

Heftige Kritik der Sozialdemokraten

Die SPÖ zeigt sich auf KURIER-Anfrage empört. „Der neue Stil für St. Pölten der Volkspartei ist anscheinend Dirty Campaigning. Mit unserem positiven Wahlkampf zeigen wir, dass Politik auch anders geht, als den Mitbewerber anzupatzen“, so Bezirksgeschäftsführer Gregor Unfried.

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