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Chronik Niederösterreich
09/24/2019

NÖ: Ex-FPÖ-Klubchef Huber bleibt im Landtag

Der 49-Jährige will sein Mandat nach der Suspendierung durch Bundesobmann Hofer weiter ausüben.

Nach der Suspendierung aus der FPÖ hat Martin Huber angekündigt, im niederösterreichischen Landtag zu bleiben. Der bisherige Klubchef der blauen Fraktion in St. Pölten teilte der APA am Dienstag mit, sein Mandat zu behalten, nachdem ihn in den vergangenen Tagen "viele Menschen, Freunde und Bekannte angerufen und bestärkt haben, weiterzumachen". Die FPÖ hält damit  noch sieben Sitze im Landtag.

Huber betonte, dass er Unterstützungsanrufe "aus allen Bezirken" Niederösterreichs und "auch aus anderen Bundesländern" bekommen habe. Seine Tätigkeit als "wilder" Mandatar - Huber nannte es "freier Abgeordneter" - möchte der 49-Jährige so anlegen, "dass ich ein direkter Ansprechpartner der Bürger bin. Meine Telefonnummer und meine E-Mail-Adresse sind bekannt."

Nach dem Ausspruch der Suspendierung durch FPÖ-Bundesobmann Norbert Hofer am Samstag zog Huber aus dem Klub der Partei im Landhaus in St. Pölten aus. Ob der 49-Jährige im Landtag bleibe, sei "allein seine Entscheidung", betonte ein Sprecher der niederösterreichischen Blauen. Bereits am Sonntag hatte Huber mitgeteilt, die Funktion als Gemeinderat in seiner Heimat Blindenmarkt im Bezirk Melk weiter ausüben zu wollen.

Unterdessen soll es in der blauen Landespartei nach Hofers Kraftprobe ordentlich rumoren. "Norbert Hofer hat jetzt seinen Erfolg, aber ob er damit für die Zukunft der Partei geholfen hat, ist mehr als fraglich“, sagte etwa ein Funktionär zum KURIER.

Posting an Hitler-Geburtstag

Der Landtagsabgeordnete hatte am 20. April 2014 Glückwünsche an jene gepostet, "die heute Geburtstag haben". Er habe den Eintrag "ohne Hintergedanken verfasst", betonte er nach der Suspendierung. Allerdings: Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 geboren.

Am Dienstagnachmittag postete Huber "Zeit für neue Wege" auf seiner Facebook-Seite. In dem neuen Posting fand sich nicht nur eine Österreich-Fahne, sondern es standen darin auch seine Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Schuster und die Eiernockerl

Erst am gestrigen Montag war ein weiteres einschlägiges Verhalten einer niederösterreichischen FPÖ-Landtagsabgeordneten zum Thema geworden: Vesna Schuster quittierte vor wenigen Jahren an einem 20. April das Facebook-Posting "So, und nun ab nach Hause, die Eiernockerln warten schon" mit einem "Like". Das Posting war von einem Rechtsextremen abgesetzt worden, Eiernockerl gelten als die Lieblingsspeise von Hitler.

Schuster weist diese Interpretation entschieden zurück, und die Landespartei deponierte sofort in Wien, dass nicht nochmals vom Durchgriffsrecht Gebrauch gemacht werden dürfe.

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