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Chronik Niederösterreich
01/16/2019

Erfolgreiche Täterjagd: 50 Prozent weniger Dämmerungseinbrüche

Die Zahl der Einbrüche geht zurück. Jetzt rücken grenznahe Regionen und Smart Homes noch stärker in den Fokus der Ermittler.

Es war ein Zeuge, der die Exekutive alarmierte, dann ging alles ganz schnell: Als Polizisten Ende November 2018 in Krems einen mutmaßlichen Einbrecher stoppen wollten, gab dieser plötzlich Gas. Ein Beamter konnte sich mit einem Sprung zur Seite noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, dem Täter gelang die Flucht. Es dauerte aber nicht lange, bis die Kriminalpolizei den Beschuldigten festnehmen konnte. Der 37-Jährige hatte sich auf Einbruchsdiebstähle in Kellerabteile spezialisiert, selbst Baggerschaufeln waren vor ihm nicht sicher. Schaden: rund 50.000 Euro. Zwei Komplizen sind ebenfalls in Haft.

Weniger Anzeigen

Die Jagd auf Einbrechern zählt für die Polizei in Niederösterreich zu den wichtigsten Aufgaben. „Weil Einbrüche auch immer den unmittelbaren Lebensbereich der Menschen betreffen“, sagt Chefermittler Franz Flescher vom Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA) im Gespräch mit dem KURIER.

Viel Zeit und vor allem auch Personal wurden in den vergangenen Jahren in die Bekämpfung dieser Delikte investiert, spezielle Teams nahmen die Arbeit auf. Mit Erfolg. Die Anzahl der Einbrüche in Wohnungen als auch in Wohnhäuser sank im ersten Halbjahr 2018 von insgesamt 1403 auf 1241 Anzeigen. Erfreulich ist, dass dieser Trend weiter anhält.

So verzeichneten die Beamten in der Dämmerungszeit (seit 1. Oktober 2018, Anm.) bislang einen Rückgang der Coups um rund 50 Prozent.

Alles kein Zufall, heißt es dazu im LKA. „In den vergangenen Jahren konnten hochprofessionelle Tätergruppen verhaftet werden, die Auswirkungen sind noch immer spürbar“, betont LKA-Chef Omar Haijawi-Pirchner. Auch die Aktion „Gemeinsam sicher“ habe zu diesem Erfolg beigetragen. „Die Bürger sind noch aufmerksamer geworden, melden sofort verdächtige Beobachtungen“, sagt Flescher.

In Zukunft wolle man den Fokus nun noch stärker auf die Kriminalität im grenznahen Bereich legen, weil in Regionen wie dem Wald- und Weinviertel noch immer viele Ganoven unterwegs sind. Aber auch Smart Homes, also Häuser, die per Smartphones oder Tablets aus der Ferne gesteuert werden können, werden von der Kripo jetzt analysiert. „Ähnlich wie bei modernen Autos können auch diese mit Hightech-Geräten geknackt werden“, berichtet Flescher.

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