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Mountainbiken
07/19/2020

„Eine Radsaison wie keine andere“

Mountainbiken in Niederösterreich boomt durch die Corona-Krise noch mehr, der Sport polarisiert aber auch

von Teresa Sturm

Der Wald gilt als Erholungsraum, ist aber auch ein Ökosystem. Diese Gratwanderung sorgt immer wieder für Probleme zwischen Waldbesitzern, Mountainbikern und Wanderern. Im Zuge der Mountainbike-Strategie setzt das Land Niederösterreich vermehrt Sicherheitskonzepte um und überarbeitet das bestehende Streckennetz.

Gerade in der Corona-Zeit, wo Fitnesseinrichtungen wochenlang geschlossen waren und viele Österreicher im Inland Urlaub machen, werden Outdoor-Bereiche noch mehr genutzt.

„Es ist eine Radfahrsaison wie keine andere“, sagt Pia Buchner, Sprecherin der Österreichischen Bundesforste, die in Niederösterreich 350 Mountainbike-Kilometer zur Verfügung stellen. Der Nutzungsdruck auf den Naturraum sei dadurch stark gestiegen. Daher sei es wichtig, bei den Streckenführungen Rücksicht auf die ökologischen Gegebenheiten zu nehmen.

Auch Tourismuslandesrat Jochen Danninger spricht von einem Boom beim Mountainbikesport: „Jeder zehnte Niederösterreicher bezeichnet sich selbst mittlerweile als Mountainbiker, dazu kommen viele begeisterte Gäste aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn.“

In Niederösterreich umfasst das Streckennetz mehr als 5.000 Kilometer. Dieses werde laut Danninger mit Projektpartnern weiterentwickelt. Bis 2023 sollen 3,5 Millionen Euro seitens der ecoplus Regionalförderung in die Mountainbike-Angebotserweiterung fließen, sagt ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Dass die Sportart auch durchaus polarisiere, bestätigen Danninger und Lisa Ribarich, Mountainbike-Koordinatorin der NÖ Werbung.

Forststraßen

Immer wieder wird beispielsweise gefordert – etwa von der Radlobby – alle Forststraßen für Mountainbiker freizugeben. Ein dementsprechender Antrag schaffte es auch in den Landtag, wurde aber abgelehnt. Um gemeinsame Lösungen zu finden und um aufzuklären, habe man eine eigene Roadshow quer durch das Land ins Leben gerufen, sagt Ribarich. Von den Österreichischen Bundesforsten weist man auf die „Fairplay Regeln“ hin. Das sei etwa die Rücksichtnahme auf andere Waldbenutzer.

Im Wienerwald wurde das Streckennetz bereits überarbeitet und neu beschildert. Als nächstes Gebiet soll das Mostviertel folgen.

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