Chronik | Niederösterreich
03.11.2018

Drogenlenker lieferte sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Die wilde Fahrt führte durch Wien und Niederösterreich. Schließlich krachte der Lenker gegen eine Ampel.

Die Art und Weise, wie ein Wiener in der Nacht auf Samstag sein eben erstandenes Auto geschrottet hat, bringt den Drogenlenker vor Gericht. Der 18-Jährige raste – von der Polizei verfolgt – mit bis zu 130 km/h von Meidling bis Wiener Neudorf, wo er mit dem 18 Jahre alten Wagen in eine Ampel krachte. Im Bezirk Liesing erfasste er mit seinem Opel Astra beinahe zwei Fußgängerinnen.

Das Auto mit dem jungen Mann aus Wien-Donaustadt am Steuer fiel einer Polizeistreife in der Breitenfurter Straße in Meidling um 1.30 Uhr auf, weil er im Stadtgebiet mit Fernlicht unterwegs war. Die Aufforderung zum Stehenbleiben ignorierte der Lenker. Er setzte vielmehr zu einer wilden Fahrt stadtauswärts an, bei der er zwei Fußgängerinnen so nahe kam, dass die Frauen zur Seite springen mussten, um nicht erfasst zu werden.

Keine Kontrolle

Da der Pkw mehrfach die Gehsteigkante touchierte, löste sich der Reifengummi von der Stahlfelge. Weil sich der Wagen dadurch nicht mehr gut lenken ließ, überfuhr der 18-Jährige zwei Kreisverkehrsanlagen, wodurch Teile des Unterbodens weggerissen wurden. Auf der Triester Straße in Wiener Neudorf stoppte ihn ein Ampelmast.

Vor Gericht wird sich der 18-Jährige laut Polizei nicht nur wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit verantworten müssen, sondern auch wegen Urkundenunterdrückung. Die Kennzeichen für sein Auto hat sich der Lenker nämlich besorgt, indem er sie einfach von einem anderen Wagen abriss. Bei der Befragung durch die Polizei gab der Mann zudem den Konsum von Cannabis zu.