Chronik | Niederösterreich
20.06.2018

Asylwerberin vergewaltigt: Verdächtiger in Deutschland gefasst

Der 19-jährige Afghane ist einschlägig vorbestraft. Er ist bereits 2016 verurteilt worden.

Im Fall jenes 19-jährigen Afghanen, der am Montag in Traiskirchen in Niederösterreich eine gleichaltrige Asylwerberin aus Albanien vergewaltigt haben soll, liegen dem KURIER neue Details vor. Der Verdächtige soll am Mittwoch auf seiner Flucht in Deutschland festgenommen worden sein. Der Asylwerber ist in Österreich kein Unbekannter. Bereits 2016 wurde er in Oberösterreich wegen des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt. Wieso der Afghane nach der Verbüßung der Haft nicht mit einem Aufenthaltsverbot belegt und abgeschoben wurde, gilt es nun zu hinterfragen.

Wie die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt bestätigt, soll der 19-Jährige Montagabend am Schwechatufer in Traiskirchen das albanische Mädchen angesprochen und in ein Waldstück verschleppt haben. Unter der Androhung sie mit einem Holzprügel zu erschlagen, soll sich der einschlägig Vorbestrafte an der 19-Jährigen vergangen haben.

Fahndung

Die aufgelöste junge Asylwerberin wurde von Passanten in der Nähe des Tatortes gefunden. Sie verständigten die Einsatzkräfte. Das Opfer wurde medizinisch behandelt.

Eine genaue Beschreibung und Recherchen im Umfeld des Flüchtlingslagers in Traiskirchen brachte die Polizei rasch auf die Identität des Verdächtigen. Er wurde darauf hin per Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Am Mittwoch sollen schließlich in Bayern die Handschellen geklickt haben. Die Staatsanwaltschaft wird seine Auslieferung beantragen.