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Chronik | Niederösterreich
03/14/2019

Alte Deponie neben Sportplatz ruft Umweltministerin auf den Plan

Causa sorgt in Vösendorf für Aufregung. Das Umweltbundesamt prüft erneut die Verdachtsfläche - roitinemäßig - heuer erneut.

In die Causarund um die ehemalige Deponie neben dem Sportplatz in Vösendorf, Bezirk Mödling, kommt keine Ruhe. Nun hat sich Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) eingeschaltet.

Wie berichtet, sollen am Sportplatz Kabinen und Kantine erneuert werden. Die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Gebäudes ist dringend notwendig. 2,5 Millionen Euro sollen investiert werden. Eigentümer des Grundstücks ist die Vösendorfer Kommunal GmbH. Das Problem: Das Grundstück ist im Verdachtsflächenkataster des Umweltbundesamtes als Altablagerung ausgewiesen. Allerdings zeigen bisherige Untersuchungen des Amtes, dass nur ein Teil des Geländes als Verdachtsfläche gilt, nicht aber jener Teil, auf dem der Sportplatz liegt. Dennoch gehen wegen der Baupläne die Wogen bei ÖVP, Grünen und FPÖ sowie Teilen der Bevölkerung hoch. Der Neubau wurde mittlerweile von der SPÖ-Regierung beschlossen

ÖVP-Chef Hannes Koza hat sich nun an Umweltministerin Köstinger, ebenfalls ÖVP, gewandt. Er habe ihr in einem ausführlichen Gespräch die Problematik und die Verunsicherung der Vösendorfer erläutert, sagt er dem KURIER. Köstinger setzt sich daher für weitere Untersuchungen der Fläche durch das Umweltbundesamt ein, heißt es.„Die Klärung der Situation hat oberste Priorität. Wir müssen genau eruieren, ob von der ehemaligen Deponie noch Gefährdungen für Mensch und Umwelt ausgehen können“, teilt sie in einem Statement mit.

Prüfung lange geplant

Tatsächlich wird das Umweltbundesamt die Verdachtsfläche heuer erneut prüfen. Das war aber bereits seit langem geplant, teilt Stefan Weihs, Leiter der Abteilung Altlasten, mit. Auch der zuständige Gemeinderat Christian Kudym (SPÖ) betont, das bereits bei der Gemeinderatssitzung am 12. Februar mitgeteilt zu haben.

Konkret sollen nun Grundwasser und die Entwicklung der Deponiegase untersucht werden. Die Erhebungen sind für drei Jahre angesetzt, sagt Weihs. Zum Neubau meint er: „Aus fachlicher Sicht ist eine Bebauung unter Berücksichtigung der Deponie möglich.“ Diese Ansicht vertrete auch das Land NÖ. Laut Kudym soll das Grundstück nun geteilt werden, damit die unbelasteten Areale nicht mehr zur Verdachtsfläche gezählt werden. Bevor gebaut wird, werden zudem eigene Untersuchungen abgewartet.