Chronik | Niederösterreich
27.06.2018

Air Race: SPÖ lässt Stadtregierung abblitzen

Beschluss über Subvention für den Großevent platzte im Gemeinderat. Nun ist eine Sitzung im Sommer notwendig.

Mit erwarteten 50.000 Besuchern und bereits 4000 gebuchten Nächtigungen erwartet sich die Stadt Wiener Neustadt mit dem Red Bull Air Race im kommenden September werbetechnisch den großen Wurf. Umso größer ist der Ärger, dass die SPÖ die bunte Stadtregierung im dieswöchigen Gemeinderat mit einem Beschluss für das Air Race-Spektakel hängen ließ. Mittels eines Dringlichkeitsantrages wollte die Regierung eine Subvention für die Veranstaltung in Form von Naturalleistungen wie die Müllbeseitigung, Shuttledienst, Wasserversorgung, etc. beschließen.

Die Sozialdemokraten verhinderten jedoch die notwendige Zweidrittel-Mehrheit und schmetterten den Antrag ab. „Das Air Race ist sicher eine unterstützungswürdige Veranstaltung. Aber was soll an der Sache dringlich sein, wenn die genaue Abrechnung der Leistungen mit dem Veranstalter sowieso erst im Nachhinein erfolgt. Wir wollen, dass zunächst die Zahlen auf den Tisch kommen“, erklärt SPÖ-Chef Horst Karas.

Totalverweigerung

Für ÖVP-Klubobmann Philipp Gruber kommt das Nein der SPÖ einer „Totalverweigerung“ gleich. „ Wiener Neustadt freut sich auf dieses einzigartige Luft-Spektakel, außer die SPÖ. Mit ihrem Verhalten wollen sie diesen erfolgreichen Event verhindern“, so Gruber. Es sei ein befremdliches Signal nach außen, das die SPÖ mit ihrer Verweigerung gesetzt hat. Und das, nachdem am vergangenen Wochenende eine Delegation um Landesrätin Petra Bohuslav und Bürgermeister Klaus Schneeberger beim Air Race in Budapest zu Gast war. Man habe für das Österreich-Rennen die Werbetrommel gerührt. Mit Air-Race-Boss Erich Wolf ist sogar ein Wiener Neustädter der Chef des fliegenden Kunstpiloten.

Für den Beschluss ist im Sommer nun eine Sondersitzung des Gemeinderats notwendig.