Absturz auf Rax befürchtet: In Wahrheit waren es Gebetsfahnen
Foto vom Hubschrauber aus. Die bunten Fahnen wurden für abgestürzte Bergsteiger gehalten.
Das teils herrliche Ausflugswetter lockte am Wochenende viele Menschen in die Berge, mit dem schalen Beigeschmack, dass die Einsatzkräfte gleich mehrmals gefordert waren.
Den Auftakt mehrerer Einsätze für die Bergrettung Reichenau an der Rax bildete eine Hubschrauberbergung durch den Polizei-Helikopter "Libelle" am Freitag. Ein junges Paar war
über den Rudolfsteig auf die Rax aufgestiegen und hatte dabei offenbar die Schneelage
unterschätzt. Da beide völlig durchnässt waren und es für die Talfahrt mit der Seilbahn zu spät
war, wählten sie um 16.30 Uhr im Bereich der Dirnbacherhütte den Notruf. Sie wurden von der
Libelle ausgeflogen und am Sportplatz Hirschwang abgesetzt.
Vermeintlicher Absturz entpuppte sich als Fehlalarm
Zum wohl kuriosesten Einsatz seit langer Zeit kam es am Samstag auf der Rax. Gegen 17.30 Uhr meldeten Wanderer einen vermuteten Absturz unterhalb des Preinerwandkreuzes.
Sowohl der Polizeihubschrauber als auch der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 33
starteten einen Suchflug in dem Bereich. Nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden: Die vermeintlich abgestürzte Person entpuppte sich als Seil mit mehreren Gebetsfahnen, das sich vermutlich durch den starken Wind vom Preinerwandkreuz gelöst hatte.
Gesundheitliches Problem
Sonntagabend ging erneut eine Alarmierung bei den Bergrettern in Reichenau ein. Ein 55-jähriger Mann befand sich in unmittelbarer Nähe der Kienthalerhütte am Schneeberg und konnte aufgrund von gesundheitlichen Problemen und Muskelkrämpfen nicht mehr absteigen. Eine Mannschaft rückte mit dem Bergrettungsfahrzeug aus und brachte den erschöpften Wanderer sicher zurück ins Tal.
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