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Chronik Niederösterreich
05/22/2020

20 Übertretungen: Gefahrguttransport im Bezirk Mistelbach gestoppt

Schwerverkehrskontrolle auf der Weinviertelautobahn A5 deckte zahlreiche Mängel auf.

Bei einer Schwerverkehrskontrolle sind am Donnerstag auf der Weinviertelautobahn (A5) in der Gaweinstaler Katastralgemeinde Schrick (Bezirk Mistelbach) bei einem Gefahrguttransport 20 Übertretungen festgestellt worden. Das Sattelfahrzeug transportierte Polizeiangaben vom Freitag zufolge 1.100 Kilo ätzende Flüssigkeit, die nicht entsprechend gesichert war.

Die Gefahrengut-Warntafel und die erforderlichen Feuerlöschmittel, Auffangbehälter sowie Kanalabdeckungen führte der 31-jährige Lenker des Lkw auch nicht mit, so die Landespolizeidirektion (LPD) Niederösterreich.

Keine Berechtigung

Der polnische Staatsbürger sei zudem nicht im Besitz einer Bescheinigung gewesen, die ihn zum Transport gefährlicher Güter berechtigt. Die erforderlichen Dokumente für die Durchführung eines Gefahrguttransportes fehlten ebenfalls. Die Weiterfahrt wurde untersagt und der 31-Jährige bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

Ein mit 74 Kälbern beladener polnischer Tiertransporter wies gefährliche Mängel bei der Bereifung auf, teilte die Polizei zudem mit. Das Gewebe eines Reifens des geringfügig überladenen Fahrzeugs sei bereits sichtbar gewesen. Der 27-jährige Chauffeur wurde angezeigt.

Die Polizei vermeldete weitere vier Anzeigen wegen technischer Mängel, die im Zuge der Kontrollen aufgedeckt wurden. Zudem seien sechs Anzeigen wegen Überladung, 58 wegen Nichteinhaltung der Sozialvorschriften und 18 wegen Missachtung des Feiertagfahrverbotes an die Bezirkshauptmannschaft erstattet worden.

1.500 Kilometer fast ohne Pausen

Auf der Westautobahn (A1) bei Loosdorf (Bezirk Melk) wurde am Donnerstagvormittag außerdem ein mit 22 Tonnen hochentzündlicher Flüssigkeit beladener rumänischer Gefahrguttransport gestoppt. Das Fahrzeug war mehrmals auf den Pannenstreifen abgekommen.

Die Kontrolle ergab laut Polizei, dass der 44-jährige türkische Lenker massiv übermüdet war, weil er den Lkw seit Dienstagabend rund 1.500 Kilometer von der türkisch-bulgarischen Grenze mit Pausen von nicht mehr als einer Stunde gelenkt hatte.

Er soll zudem die Fahrerkarte aus dem Kontrollgerät genommen haben, um das zu verschleiern. Der Lenker musste den Führerschein abgeben und wurde angezeigt.