Scheinrechnungen bei Klagenfurt Wohnen: WKStA-Übernahme geprüft

Mit Scheinrechnungen soll der stadteigene Betrieb um mehr als fünf Millionen Euro gebracht worden sein.
46-149017365

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt will ihr Ermittlungsverfahren zu "Klagenfurt Wohnen" der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) abtreten. "Wir gehen davon aus, dass der Schaden über fünf Millionen Euro beträgt", begründete Staatsanwalt Markus Kitz den Vorgang auf APA-Anfrage und bestätigte einen Bericht des ORF Kärnten. Der Eigenbetrieb "Klagenfurt Wohnen" soll durch Scheinrechnungen geschädigt worden sein, ermittelt wird wegen Untreue.

13 namentlich Beschuldigte

Das Verfahren werde derzeit gegen 13 namentliche Beschuldigte, zwei Verbände und weitere unbekannte Täter geführt. Mehrere Unternehmer sind verdächtig, mit Mitarbeitern von "Klagenfurt Wohnen" zusammengearbeitet zu haben, Leistungen wurden verrechnet, die nicht oder nicht in vollem Umfang erbracht wurden, so Kitz. "Die Frage ist, ob die Mitarbeiter das wussten oder nicht ausreichend geprüft haben." Geprüft wird auch, ob es Kickback-Zahlungen gab. "Klagenfurt Wohnen" verwaltet mehr als 3.000 Gemeindewohnungen.

Angestoßen wurden die Ermittlungen durch einen Bericht des Landesrechnungshofs aus dem Jahr 2024. Entsprechend liegt der angenommene Tatzeitraum in den Jahren 2020 bis 2022. Es gab aber auch mehrere Anzeigen. Laut Kitz sind die Beschuldigten bisher nicht geständig.

Oberstaatsanwaltschaft klärt Zuständigkeit

Welche Staatsanwaltschaft das Verfahren nun weiterführt, ist noch nicht entschieden. Laut WKStA wird die Zuständigkeitsfrage von der Oberstaatsanwaltschaft Wien geklärt.

Kommentare