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Stundenlanges Warten und Hitze: Kärntner Familie klagt gegen Ryanair

Die Heimreise aus Mallorca endete für eine Familie aus Kärnten in einer Tortur – nun beschäftigt der Fall das Bezirksgericht Klagenfurt.
Ein Ryanair-Flugzeug im Landeanflug

Zusammenfassung

  • Kärntner Familie harrte bei Ryanair-Rückflug laut eigenen Angaben sechs Stunden in stickiger Hitze im Flugzeug aus.
  • Nach Flugausfall mussten die Passagiere die Nacht am Flughafen verbringen und ihre Weiterreise selbst organisieren.
  • Das Bezirksgericht Klagenfurt sprach der Familie rund 2.000 Euro Entschädigung und Reisekostenerstattung zu.

Wie belastend eine Rückreise aus dem Urlaub werden kann, davon kann eine Familie aus Kärnten ein Lied singen. Ihren Schilderungen zufolge mussten die Familienmitglieder bei ihrer Rückreise aus Mallorca rund sechs Stunden in einem nicht klimatisierten Flugzeug der Ryanair ausharren. An Bord sei es "unzumutbar heiß" gewesen, wird die betroffene Frau zitiert. 

Die Luft habe als stickig gegolten, zudem sollen im Flugzeug Temperaturen von über 40 Grad geherrscht haben, berichtet die Kleine Zeitung. Ein Verlassen des Flugzeugs sei den Passagieren laut Angaben des Piloten nicht gestattet worden, da ein erneutes Einsteigen danach ausgeschlossen gewesen wäre. "Das Personal tat fast nichts. Es war völlig überfordert", erklärte die Frau in dem Bericht.

Am Flughafen übernachtet

Der Vorfall ereignete sich bereits im Juli 2024 bei einem geplanten Flug von Palma de Mallorca nach Klagenfurt, der letztlich nicht durchgeführt wurde. Nach stundenlanger Ungewissheit seien die Passagiere schließlich darüber informiert worden, dass sie ihren Flug auf den darauffolgenden Tag umbuchen könnten. Hotels hätten sich die Fluggäste selbst suchen müssen. "Pro Person hätten wir dafür 250 Euro ersetzt bekommen", erklärte die Frau. Da jedoch sämtliche Hotels ausgebucht gewesen seien, habe die Kärntner Familie die Nacht am Flughafen verbringen müssen.

Am 20. Juli 2024 trat die Familie ihren Rückflug schließlich nicht nach Klagenfurt, sondern nach Wien an. Vom Flughafen Wien aus seien sie mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren und anschließend mit dem Zug weiter nach Graz gereist, wo sie mit dem Auto abgeholt wurden.

Familie klagt Ryanair

Die Familie brachte den Fall vor das Bezirksgericht Klagenfurt und erhielt nun Recht, wie die Kleine Zeitung weiters berichtet. Laut Gerichtsurteil muss Ryanair sowohl die zusätzlichen Reisekosten als auch Entschädigungen gemäß der Fluggastrechteverordnung übernehmen. 

Insgesamt wurden der Familie rund 2.000 Euro zugesprochen.

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