Mann schlug Frau, sie stach in Notwehr zu: Beide wurden angezeigt

Symbolbild: Polizeieinsatz
Gegen 36-Jährigen aus Klagenfurt-Land wurde aber Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.

Bei einem Streit eines Ehepaares im Bezirk Klagenfurt-Land hat ein 36-Jähriger am Samstag seine Ehefrau geschlagen und sie ihn etwas später offenbar in Notwehr mit einem Küchenmesser am Knie verletzt. Dies teilte die Landespolizeidirektion Kärnten am Sonntag mit.

Die alarmierten Polizisten befragten die beiden Eheleute und sprachen dann gegen den 36-Jährigen ein Annäherungs- und Betretungsverbot aus. Zudem wurde er weggewiesen.

Die Eheleute aus Slowenien bzw. Nordmazedonien waren am Samstagnachmittag in der gemeinsamen Wohnung in Streit geraten. Dabei hatte der Slowene seiner Frau laut ihrer späteren Aussage den Mund zugehalten und sie mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.

Frau wollte sich mit Messer schützen

Sie verließ daraufhin die Wohnung, um die Situation zu beruhigen. Gegen 20 Uhr kehrte sie zurück und nahm laut ihren Angaben zum Schutz ein Messer aus der Küche mit in das Kinderzimmer des gemeinsamen Sohnes. Sie wollte die Nacht getrennt vom Mann verbringen.

Dieser folgte ihr jedoch und wurde erneut handgreiflich. Er riss sie an den Haaren aus dem Bett des Sohnes, worauf sie reflexartig in Richtung des Mannes stach, um sich zu verteidigen. Dabei erlitt er eine leichte Schnittwunde im Bereich des rechten Knies.

 In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u.a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at; beim Gewaltschutzzentrum Kärnten: www.gsz-ktn.at und 0463 590 290; beim Frauenreferat Kärnten: frauen.ktn.gv.at/service/gewaltschutz und 050 536 33052 sowie beim 24-Stunden Frauennotruf: 01-71719; Polizei-Notruf: 133)

Der Mann begab sich zur Abklärung mit der Rettung ins Klinikum Klagenfurt. Nach Abschluss der Erhebungen werden beide Beteiligten wegen der gegenseitigen Körperverletzung angezeigt, hieß es laut Bericht der Polizeiinspektion Grafenstein.

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