Drohne in Flugbahn: Rettungshubschrauber auf der Gerlitzen gefährdet

Ein Rettungshubschrauber fliegt vor verschneiten Bergen, während eine Person an einem Seil transportiert wird.
Ein 14-jähriger Urlauber aus Deutschland hat mit einer Drohne einen Rettungshubschrauber-Einsatz auf der Gerlitzen gestört. Es folgt eine Anzeige.

Zusammenfassung

  • 14-jähriger Bub störte in Kärnten einen Rettungshubschrauber-Einsatz mit einer Drohne.
  • Der Jugendliche steuerte das Fluggerät ohne Sichtkontakt von einem Hotelbalkon aus.
  • Es folgt eine Anzeige nach dem Luftfahrtgesetz.

Im Skigebiet Gerlitzen in Kärnten hat ein 14-jähriger Bub einen Rettungshubschrauber-Einsatz mit einer Drohne gestört. Der Helikopter ARA 3 war neben der Neugartenabfahrt gelandet, als das ferngesteuerte Fluggerät plötzlich im Nahbereich auftauchte und mehrfach „relativ knapp“ am Hubschrauber vorbeiflog, teilte die Landespolizeidirektion Kärnten mit.

Ein Alpinpolizist konnte den Verursacher rasch ausforschen: Der Jugendliche, ein Urlauber aus Deutschland, hatte die Drohne vom Balkon eines Hotels aus gesteuert – ohne direkten Sichtkontakt, ausschließlich über die Kamera des Fluggeräts. Seine Mutter war dabei anwesend.

Die Drohne war weder registriert noch bestand eine Haftpflichtversicherung. Es erfolgt eine Anzeige nach dem Luftfahrtgesetz an die Bezirkshauptmannschaft Villach.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 30. Dezember. Auch der parallel überfliegende Rettungshubschrauber ALPIN 1 wurde über Funk vor der Drohne gewarnt und konnte rechtzeitig ausweichen.

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