Falsche Viruswarnung: Kärntnerin um tausende Euro betrogen

57-Jährige fiel auf gefälschte Viruswarnung herein und verlor durch Onlinebanking-Betrug mehrere tausend Euro.
Polizei-Abzeichen auf einer Uniform.

Eine 57-jährige Frau aus dem Bezirk St. Veit an der Glan wurde am 29. April Opfer eines ausgeklügelten Internetbetrugs. Nach einem versehentlichen Klick auf eine Werbefläche erschien eine gefälschte Viruswarnung auf ihrem Bildschirm. Die mutmaßlichen Betrüger erlangten durch diesen Trick Zugriff auf ihr Bankkonto und verursachten einen Schaden von mehreren tausend Euro.

Gefälschte Viruswarnung als Einstieg

Laut Polizeibericht surfte die Frau am Nachmittag des 29. April im Internet, als sie versehentlich auf eine Werbefläche klickte. Unmittelbar danach öffnete sich ein Fenster, das den gesamten Bildschirm überlagerte und behauptete, ihr Computer sei gesperrt. Die angezeigte Hotline rief die verunsicherte Frau daraufhin an. Ein angeblicher Mitarbeiter einer Softwarefirma erklärte ihr, sie müsse eine bestimmte Software herunterladen, um einen vermeintlichen Virus zu entfernen. Die Täter sollen die Frau anschließend dazu gebracht haben, in ihr Online-Banking einzusteigen und eine Push-TAN freizugeben – angeblich um 'Zugriffe zu blockieren'.

Erheblicher finanzieller Schaden

Am Abend stellte die 57-Jährige fest, dass von ihrem Konto mehrere unberechtigte Abbuchungen vorgenommen worden waren. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Die Polizei Kärnten hat Ermittlungen aufgenommen und führt weitere Erhebungen durch. Der Fall zeigt eine gängige Betrugsmasche, bei der Kriminelle durch gefälschte Warnmeldungen und technischen Support-Betrug an sensible Bankdaten gelangen.

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