© a-nobis.at / Architects Collective

Chronik Burgenland
02/22/2020

Zurndorf: So wird die neue Sektkellerei A-Nobis

Start im Frühsommer. In Zurndorf entsteht die modernste Sektkellerei Österreichs

von Michael Pekovics

Von der Traube bis zum Glas – alles in einer Hand. Diesen Ansatz verfolgen Norbert Szigeti, der sich 2018 von seinem Bruder und Partner Peter Szigeti „im Guten“ getrennt hat, wie er sagt, und seine Frau Birgit in Zurndorf. Dort entsteht mit der Sektkellerei A-Nobis direkt neben dem Logistikzentrum von XXXLutz ein weiteres Großprojekt. Und das soll nicht nur wirtschaftlich alle Stückerl spielen, sondern auch ökologisch.

Denn: „Die Umwelt ist ein Thema, das Teile der Gesellschaft spaltet. Wir aber werden verbinden. Deswegen entsteht aus einem Acker mit geringer Bodengüte nun ein Lebensraum zu Gunsten statt zu Lasten von Mensch und Natur. Mit sehr viel Aufwand, mit sehr viel Freude und aus eigenem Antrieb“, beschreiben Norbert und Birgit Szigeti ihren Ansatz, der vom international tätigen Büro Architects Collective geplant wurde.

Bau schreitet voran

Vor dem Baustart haben sie sich folgende Frage gestellt: „Ist es möglich, Entwicklung und Schonung unter einen Hut zu bringen? Kann man bauen, ohne dabei der Natur etwas abzuringen – ihr dabei vielleicht sogar etwas zurückgeben?“ Ausgehend davon wurde die neue Sektkellerei als „green building“ konzipiert. Also als Gebäude, das unter der Prämisse der Nachhaltigkeit errichtet wird.

Dazu gehört hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material. Nur rund ein Fünftel der gesamten Fläche von 30.000 Quadratmeter wird verbaut, der überwiegende Teil wird vom Acker zum Lebensraum umgestaltet. Sogar die Außenwände der Sektkellerei werden als natürlich Klimaanlage begrünt, der Wasserverbrauch dank modernster Technik so gering wie möglich gehalten.

Alle Auflagen erfüllt

Die Auflagen der Behörden werden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Anstatt auf der vorgeschriebenen Fläche von 5.000 Quadratmeter neue Bäume zu pflanzen, werden insgesamt rund 1.000 Stück auf 1,3 Hektar gepflanzt. Dass die Energie vollständig über Fotovoltaik gewonnen und davon sogar noch rund zwei Drittel ins öffentliche Netz eingespeist werden, versteht sich fast schon von selbst.

Die vorausblickende Planung betrifft aber nicht nur den Außenbereich, auch im Inneren wurde darauf geachtet, die Natur zu integrieren.

„Wir haben bei der Planung daran gedacht, dass vorhandene Tageslicht so gut wie möglich zu berücksichtigen“, sagt Norbert Szigeti im Hinblick auf das „Wohlergehen, der vorwiegend aus dem Burgenland stammenden Mitarbeiter“.

In Betrieb wird die Sektkellerei im Frühsommer gehen, die feierliche Eröffnung ist dann für August geplant. Damit das viele Grün bis dahin auch sichtbar ist.

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