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Vom Bauernhof zum Campus: Die lange Reise einer Waldorfschule

Heute wird der "Waldorf Campus Pannonia" eröffnet. Gegründet wurde die Schule bereits 2011. Warum hat das so lange gedauert?
Modernes Gebäude mit vertikalen Holzlamellen, nachts beleuchtet, darüber ein klarer Sternenhimmel.

Am Anfang war eine Idee: Die Gründung einer Waldorfschule im Bezirk Neusiedl am See. Der Weg dorthin sollte ein langer werden.

Im Jahr 2011 fanden sich Eltern, die sich für die Waldorfpädagogik von Rudolf Steiner begeisterten, im neugegründeten Verein „Waldorf Pannonia“ zusammen. „Wir sind davon überzeugt, dass das Waldorf-System das Schulsystem der Zukunft ist“, sagte Schulgründerin Angela Michlits im Jahr 2013. Zu diesem Zeitpunkt hatte der neue Waldorf-Verein nach zwei Jahren die bürokratischen Hürden überwunden und den Status als Privatschule zugesprochen bekommen. Schon ein Jahr zuvor hatte man Kinder im Heimunterricht betreut und den Waldorfkindergarten gegründet.

Untergebracht war die neue Schule zunächst auf dem Bauernhof der Familie Michlits im Grenzdorf Pamhagen. Von Anfang an wurde zweisprachig – auf Deutsch und Ungarisch – unterrichtet. Von Beginn an gab es auch kritische Meinungen zu der Schule – doch die Klassenräume wurden stetig voller.

Umzug in die Container

Im Jahr 2016, mit nunmehr 30 Schülerinnen und Schülern, wurde der Platz am Bauernhof langsam, aber sicher, knapp. Spätestens ab diesem Zeitpunkt verfolgte der Trägerverein den Plan eines Schulneubaus. Doch zunächst musste man sich mit einem weiteren Provisorium begnügen.

Der Waldorf-Verein pachtete 2016 ein Grundstück auf der Oberen Wiesen in Neusiedl am See. Hier sollte die Schule für die nächsten zehn Jahre in einem Containerdorf untergebracht sein.

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Waldorf Campus Pannonia

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Waldorf Campus Pannonia

Mitte 2024 fiel schließlich der lang erwartete Startschuss für den Bau der neuen Waldorfschule. Die Kinder konnten die Arbeiten in ihren Klassenräumen mitverfolgen, denn gebaut wurde direkt nebenan am Stadtrand von Neusiedl am See.

In zwei Jahren ist auf dem rund einen Hektar großen Areal ein Bildungscampus entstanden, der an einen Streckhof erinnert. Kleinere Gebäude stehen ringförmig darum. Der neue Platz ermöglicht künftig zwölf statt wie bisher acht Schulstufen – im Schuljahr 2025/’26 startete die erste Oberstufenklasse.

330 Euro pro Monat

Finanziert haben den neuen Campus Stifter und Eltern. Der Besuch der Waldorfschule kostet derzeit 330 Euro im Monat für ein Kind. Gründerin Angela Michlits ist überzeugt, dass sich die 330 Euro lohnen: „All das steht für einen ganzheitlichen Bildungsweg, der selbstständiges Denken, künstlerisches Empfinden und handwerkliches Tun vereint.“

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