© Sebastian Steiner

Chronik Burgenland
07/13/2020

Volkspartei will in die Menschen hineinhören

Erste Klubklausur unter Neo-Chef Sagartz (links) und Klubchef Ulram

von Thomas Orovits

Dass die zweitägige ÖVP-Klubklausur heuer Mitte Juli stattfindet, ist nicht nur den Corona-Wirren geschuldet, sondern soll auch ein bewusstes Signal sein: „Wir machen keine Sommerpause“, lautete die Botschaft, die der geschäftsführende Parteichef Christian Sagartz zum Auftakt am Montag nach innen und außen sendete. In der Lisztgemeinde Raiding sollten die türkisen Mandatare auf weitere fünf harte Oppositionsjahre eingestimmt werden, nachdem die ÖVP von 1945 bis 2015 ohne Unterbrechung fixer Bestandteil der Regierung gewesen war.

Die Zusammenkunft in der Mitte des Landes dient der größten Oppositionspartei wohl auch dazu, ihre eigene Mitte neu zu finden, ist es doch die erste Klausur unter Neo-Obmann Sagartz, dessen politische Hauptbühne das EU-Parlament ist.

Heimspiele

Die 16 ÖVP-Mandatare (neben Sagartz 11 im Landtag, drei Nationalräte und ein Bundesrat) werden über den Sommer im ganzen Land unterwegs sein, um „in die Menschen hineinzuhorchen“. Jeder Mandatar hat dabei vier Zielgruppen, sodass zumindest 64 Termine zusammenkommen: Betriebsbesuche, Stammtische oder Gesprächsrunden, wo Mandatare zuhören und Anliegen aufnehmen wollen. Von Arbeitsplätzen bis zum Vereinsleben sollen alle wesentlichen Lebensbereiche abgedeckt werden.

„Ich bin überzeugt, das entspricht dem Zeitgeist, der Zusammenhalt großschreibt“, so Sagartz. Er selbst will sich etwa bei Hausärzten umhören, wo die Gesundheitsversorgung im Burgenland krankt. Sagartz und ÖVP-Klubchef Markus Ulram sehen die „Heimspiele“ auch als Kontrapunkt zum Chef der roten Alleinregierung. „Während Landeshauptmann Doskozil lieber auf Deutschland-Tournee ist oder die Bundes-SPÖ beschäftigt, sind wir als Volkspartei für die Menschen und ihre Anliegen da“, merken die türkisen Spitzen spitz an.

Apropos SPÖ: Auch das Regierungsprogramm der Roten wurde einer Prüfung unterzogen. Der WiBUG-Standort in Güssing oder die Bestellung eines Forschungskoordinators des Landes seien überfällig, kündigte Ulram weitere türkise Kontrollen der Umsetzung des Regierungsplans an.

 

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