© Sabine Jandl-Jobst

Chronik Burgenland
04/10/2019

Vier Rusterinnen laden am Donnerstagabend zu Demonstration

Demo vor dem Rathaus am Donnerstag ab 18 Uhr: Prominente Redner, engagierte Menschen und bekannte Bands.

von Michael Pekovics

Vor rund einem halben Jahr feierte die durch die erste schwarz-blaue Regierung im Jahr 2000 bekannt gewordene Donnerstagsdemo in Wien ihre Wiederauferstehung. Damals wie heute richten sich die Proteste gegen eine Regierung mit FPÖ-Beteiligung. 24 Mal wurde in Wien bereits protestiert, beim 25. Mal gibt es nun erstmals auch eine „Demo-Außenstelle“ im Burgenland.

Demonstration in Rust

Die vier Rusterinnen Renate Lissy-Honegger, Victoria Schreiner, Elisabeth Euler und Silvia Ahrens laden heute, Donnerstag, ab 18 Uhr unter dem Motto „do! im Burgenland“ zu einer überparteilichen Protestveranstaltung auf den Ruster Rathausplatz. „Wir demonstrieren nicht gegen, sondern für etwas und möchten diesen Abend für alle organisieren, die ebenso denken“, sagt Versammlungsleiterin Victoria Schreiner. Gemeinsam mit ihren drei Kolleginnen will sie ein Zeichen für eine menschliche Sozialpolitik und für eine Entpolarisierung der Gesellschaft setzen. Als weitere wichtige Anliegen skizziert das Quartett „den Erhalt der Presse- und Meinungsfreiheit sowie eine verantwortungsvolle Umweltpolitik“.

Um die Wünsche und Anliegen zu sammeln, wird ein nachgebautes Storchennest aufgestellt. Die Demo-Teilnehmer haben dadurch die Möglichkeit, ihre Anregungen schriftlich zu deponieren. „Diese Storchenpost werden wir dann an das Bundeskanzleramt senden“, verrät Schreiner, die auf zahlreiche Teilnehmer bei der Veranstaltung hofft.

Um diesem Ziel gerecht zu werden, haben die Organisatorinnen ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. So konnte etwa Martin Schenk, Vertreter der österreichischen Armutskonferenz, als Sprecher gewonnen werden. Ebenfalls zu Wort melden wird sich die engagierte Sozialarbeiterin Felicitas Altmann-Euler.

Den Auftakt der Kundgebung gestaltet der Saxofonist Clemens Frühstück mit seiner Interpretation kroatischer Volkslieder. Auch Max Schabl, kritischer Liedermacher aus Pilgersdorf, wird in seiner bekannt minimalistischen Art mit Gitarre, Gesang und Mundharmonika auf der Bühne stehen. Den Schlusspunkt der Kundgebung setzen die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Garish.