Was tun bei Streunern? Hornstein zeigt es vor
Hornstein regelt den Umgang mit Streunerkatzen und Fundtieren über klare Zuständigkeiten und technische Ausstattung.
Ein Spaziergang, ein verirrter Hund, eine Katze ohne erkennbare Halterin: In solchen Fällen ist im Burgenland die Gemeinde zuständig. Laut Gesetz muss ein herrenloses Tier unverzüglich gemeldet werden. Die Gemeinde ist erste Anlaufstelle und prüft, ob eine Halterin oder ein Halter ausfindig gemacht werden kann.
Am Freitag besuchte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider Wallner die „best practice“ Gemeinde Hornstein. Dort sind die Abläufe beim Einfangen und Unterbringen von Fundtieren klar definiert.
- Für Fundhunde steht im Bauhof eine Zwingeranlage zur Verfügung, die eine tierschutzgerechte Unterbringung gewährleistet.
- Ein zentrales Instrument ist die Chip-Kontrolle. Mit zwei Chip-Lesegeräten kann festgestellt werden, ob ein Tier registriert ist.
- Wird ein Chip ausgelesen, versucht die Gemeinde, die eingetragene Halterin oder den Halter zu kontaktieren.
Tier wird versorgt
Kann niemand ermittelt werden, wird die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde eingeschaltet. Sie sorgt für die weitere Vorgangsweise und Unterbringung. Ist das Tier verletzt oder krank, wird es tierärztlich versorgt. Die Erstbehandlung von Fundtieren wird vom Land Burgenland gefördert.
Hornstein setzt bei Streunerkatzen und Fundhunden auf strukturierte Abläufe.
Ein Schwerpunkt liegt auch auf Streunerkatzen. Hornstein unterstützt seit Jahren aktiv deren Kastration. Zwei Katzenfallen wurden angekauft und Gutscheine werden weiter ausgegeben. Nach der Kastration werden Streunerkatzen wieder an ihren ursprünglichen Lebensraum zurückgebracht.
Zur Information betreibt das Land das Portal „Fundtiere im Burgenland“. Dort sind aktuell gemeldete und aufgefundene Tiere mit Foto, Datum und Fundort sowie weitere Informationen einsehbar.
„Hornstein zeigt, wie klare Zuständigkeiten, gute Information und engagierte Zusammenarbeit funktionieren können“, so Haider-Wallner. Bürgermeister Christoph Wolf betonte: „Tierschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“
Das Land führt 2026 die Kastrationsgutscheine sowie die Förderung der Erstbehandlung von Fundtieren weiter. 60 Chip-Lesegeräte wurden Gemeinden zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Austausch mit den burgenländischen Gemeinden ist geplant.
Kommentare