© Koglbauer Claudia

Chronik Burgenland
11/18/2019

Schwerverkehr: Drei Grenzübergänge sind gesperrt

Bei den Übergängen Klingenbach, Deutschkreutz und Bonisdorf gilt nun das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Der kontinuierlich steigende Transitverkehr hatte in den Anrainergemeinden seit Jahren für Unmut gesorgt. Ende September war es soweit. Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) verkündeten, dass ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht die betroffenen Kommunen entlasten soll.

Schilder stehen, Verordnung tritt in Kraft

Dieser Tage wurden nun die letzten Verkehrsschilder für das Fahrverbot angebracht: „Damit tritt die Verordnung in Kraft“, sagt ein Sprecher von Landesrat Dorner am Montag auf KURIER-Anfrage.

Drei Straßen betroffen

Auf drei Straßen gilt nun das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht. Betroffen sind die B62 von der S31 bei Weppersdorf bis zum Grenzübergang Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf).

Das Fahrverbot gilt zudem für die B16 vom Kreisverkehr bei Siegendorf bis zum Grenzübergang Klingenbach (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sowie von St. Martin an der Raab bis zum Grenzübergang Bonisdorf (Bezirk Jennersdorf).

Grundlage für das Fahrverbot ist eine Verkehrsuntersuchung, die die Baudirektion nach Anrainerbeschwerden in Auftrag gegeben hatte. Die Erhebung wurde unter Beziehung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit  an sechs Grenzübergängen (Klingenbach, Deutschkreutz, Rattersdorf, Schachendorf, Heiligenkreuz und Bonisdorf) bei etwa 2000 Lkw über 3,5 Tonnen durchgeführt.

Ausweichrouten

Die Ausweichrouten für den Schwerverkehr sind Kittsee (A6),Nickelsdorf (A4),Rattersdorf (B61/ B61a), Schachendorf (B63) und Heiligenkreuz (B65)

Ziel ist es, den Schwerverkehr weg aus den Dörfern auf das hochrangige Straßennetz zu bringen. Im Rahmen von verschärften Lkw-Kontrollen wird nun überprüft, ob die Verordnung und die Fahrverbote befolgt werden.

Ausgenommen von der Regelung sind der Ziel- und Quellverkehr.

Kontrolle

Laut Deutschkreutz’ Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) müsse das Fahrverbot jetzt exekutiert werden.

„Erst heute (Montag, Anm.) hat es auf der Umfahrungsstraße in Richtung Grenze einen Unfall mit einem Lkw gegeben, der den Anhänger verloren hat und im Graben gelandet ist“, sagt Kölly. Zum Glück sei es beim Sachschaden geblieben, sagt der Ortschef.