Im Burgenland rüstet sich der Winterdienst (Archivbild)

© georg gesellmann

Schneewarnung
02/05/2015

Winterdienstflotte bereitet sich auf Volldienst vor

In der Nacht auf Freitag werden große Mengen Neuschnee erwartet. Entwarnung hingegen im Süden.

Im Burgenland soll es laut Wetterprognosen ab heute, Donnerstag, Nacht zu starken Schneefällen kommen. Auch zu Semesterferienbeginn am Freitag dürfte sich die Wetterlage nicht verbessern, teilte Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (SPÖ) mit. Auf den Straßen sei aufgrund der großen Neuschneemenge mit zum Teil massiven Beeinträchtigungen zu rechnen, warnte Bieler in einer Aussendung.

Laut Wetterüberwachungssystem der Landesstraßenverwaltung werde rund ein Drittel der Schneefälle in der Nacht auf Freitag erwartet, zwei Drittel verlagern sich auf Freitag. Der Schwerpunkt liege im Landessüden, abnehmend nach Norden, wobei im Nordburgenland mit Schneeverwehungen zu rechnen sei.

Für die Winterdienstflotte des Landes bedeutet die Schneewarnung "Volleinsatz". Bieler wies jedoch darauf hin, dass Winterdienst Teamarbeit zwischen den Winterdienstleistern und den Verkehrsteilnehmern sei. "Wir wollen rechtzeitig auf die prognostizierte Wetterlage hinweisen, damit die erschwerten Straßenbedingungen von den Verkehrsteilnehmern dementsprechend eingeplant werden können", sagte Bieler. Deshalb bitte man die Verkehrsteilnehmer, mehr Zeit einzuplanen und Schneeketten bereit zu halten.

Kärnten: Weniger Schnee als erwartet

In Kärnten wird es am Donnerstag und Freitag zwar winterlich werden, so viel Schnee wie ursprünglich erwartet, wird es allerdings nicht geben. "Die Prognosen wurden deutlich reduziert", sagte Christian Stefan von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Donnerstagvormittag zur APA. Die Republik Slowenien verhängte in der Früh dennoch ein generelles Fahrverbot für Schwerfahrzeuge.

Geht es nach den jüngsten Prognosen wird es am Donnerstag in Kärnten leicht schneien, am Freitag ist dann mäßiger Niederschlag zu erwarten. "In den Tallagen sind zehn bis 20 Zentimeter zu erwarten", sagte Stefan. Etwas mehr Schnee wird es nur in den Karawanken und auf der Koralpe geben.

Sperre der slowenischen Grenze für Lkw aufgehoben

Nachdem die Schneewarnungen etwas zurückgenommen wurden, ist am Donnerstagvormittag die Sperre der slowenischen Grenze für Lkw wieder aufgehoben worden, teilte die Asfinag mit. Obwohl die Prognosen in Bezug auf die zu erwartenden Schneemassen etwas zurückgenommen wurden, sind in der Steiermark alle 29 Straßenmeistereien in Bereitschaft.

"280 Räumfahrzeuge und rund 700 Mitarbeiter stehen bereit, um im Ernstfall rund um die Uhr auf den Landesstraßen im Einsatz zu sein", so Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) in einer Aussendung.

Sperre des Karawankentunnels aufgehoben

Das wegen der ursprünglich prognostizierten starken Schneefälle von Slowenien am Donnerstag verhängte Fahrverbot für Schwerfahrzeuge ist am Vormittag wegen der Entspannung der Wetterlage aufgehoben worden. Deshalb war auch der Karawankentunnel zwischen Kärnten und Slowenien wieder für Lkw mit Anhänger und Sattelzüge frei passierbar.

Ursprünglich war geplant gewesen, das Fahrverbot bis Freitag aufrechtzuerhalten. Da dem Tief "Norbert" nun offenbar etwas die Luft ausgegangen ist, wurde die Maßnahme nach wenigen Stunden aufgehoben.

Steiermark: Leichte Schnee-Entwarnung

Ein leichte Entwarnung in Bezug auf die zu erwartenden Schneefälle gab es am Donnerstag seitens der Landeswarnzentrale. Die Obersteiermark soll kaum betroffen sein, stärkere Schneefälle werden in der West- und Südsteiermark erwartet. Die Sperre der slowenischen Grenze für Lkw blieb aufrecht.

"Die gestern prognostizierten Schneemengen sind für heute nicht zu erwarten. Die Lage hat sich deutlich entspannt. Betroffen sind vor allem der Raum Deutschlandsberg und Eibiswald, außerdem entlang der slowenischen Grenze bis Radkersburg", sagte Gerhard Zach von der Landeswarnzentrale. Die Obersteiermark hingegen soll kaum bis gar nicht betroffen sein, heißt es weiter. "Es ist anzunehmen, dass die Niederschläge bis Samstag früh andauern und gegen Nachmittag hin aufhören", so Zach.

Dass die Situation weniger dramatisch als erwartet werden dürfte, wurde auch seitens der Asfinag bestätigt. Jene Schwerfahrzeuge, die von der slowenischen Sperre betroffen sind, werden auf der A9, der Phyrn Autobahn, bei Vogau/Straß auf den ehemaligen Zollamtsplatz abgeleitet. "Wir sind in ständiger Bereitschaft und beobachten die Wetterprognosen genau, wobei die Lage sich eindeutig gebessert hat", so Walter Mocnik von der Asfinag.

Entspannung auch in NÖ

In Niederösterreich hat sich die Lawinensituation am Donnerstag weiter leicht entspannt. Lediglich im Rax-Schneeberggebiet herrschte ab der Waldgrenze noch erhebliche Gefahr, berichtete der Warndienst. In den übrigen Gebieten wurde die Lawinengefahr als mäßig oder sogar nur gering (Semmering-Wechselgebiet) eingestuft.

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