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Chronik Burgenland Regionalumfrage
03/29/2019

Über die Hälfte will mehr Kontakt zu den Nachbarn

Die Verbindungen nach Ungarn könnten intensiviert werden, wenn es nach der Meinung der Befragten geht.

von Michael Pekovics

366 Kilometer lang ist die Grenze zwischen Ungarn und Österreich. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 ist die Region deutlich enger zusammengewachsen. Das drückt sich immer stärker auch durch bessere Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Ländern aus.

Im Rahmen der KURIER-Umfrage für das Burgenland wollten wir von unseren Lesern im Mittelburgenland wissen, wie wichtig es Ihnen wäre, dass im Anschluss an die S31 ein besseres Straßennetz nach Ungarn geschaffen werden würde. Etwas mehr als die Hälfte, nämlich genau 51,9 Prozent der Befragten antworteten bisher mit sehr wichtig, für 38,6 Prozent ist diese Frage nicht wichtig und 9,5 Prozent hatten keine Meinung.

Eine ähnliche Frage stellten wir auch unseren Lesern im Südburgenland. Konkret nämlich, wie wichtig es Ihnen wäre, dass noch mehr grenzüberschreitende Projekte mit Ungarn umgesetzt werden würden. Auch hier antwortete eine knappe Mehrheit mit sehr wichtig, für 35 Prozent ist das nicht wichtig und 14,8 Prozent der Befragten hatten dazu keine Meinung.

In der gestrigen Landtagssitzung stand eines dieser möglichen grenzüberschreitenden Projekte – oder besser: eine dieser Fragestellungen – auf der Tagesordnung: die Verlängerung der A3 in Richtung Ungarn.

In Ungarn wird gebaut

Derzeit endet die Autobahn zwischen Eisenstadt und Klingenbach, für eine Weiterführung fehlte bisher der Anschluss auf ungarischer Seite. Dort wird jedoch eifrig gebaut. Die neue Autobahn wird den Namen M85 tragen und soll Györ mit der Grenze bei Sopron beziehungsweise Klingenbach verbinden. Wo die M85 genau die Grenze zu Österreich erreichen wird, steht derzeit aber noch nicht fest.

Manfred Kölly und Gerhard Hutter von der Liste Burgenland stellten den Antrag, „den Ausbau der A3 bis zur ungarischen Grenze voranzutreiben“. Die Folge wäre eine Verkehrsentlastung für den Raum südlich von Eisenstadt und für das Mittelburgenland. Seitens der FPÖ wurde jedoch ein Abänderungsantrag eingebracht, der von „großen Nachteilen für die Bevölkerung in der Region“ spricht. Gemeinsam mit der SPÖ wurde beschlossen, dass eine Verlängerung der A3 nur dann infrage kommt, wenn sich die Gemeinden nicht dagegen aussprechen. Soll heißen: Ist auch nur eine betroffene Gemeinde dagegen, wird die Landesregierung einer Verlängerung nicht zustimmen.Peko

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