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Chronik | Burgenland | Regionalumfrage
04/10/2019

Grenzübergänge: Blaue Freude über weitere Kontrollen

„Papiere bitte“: Innenminister Herbert Kickl verlängert die Grenzkontrollen bis November, sehr zur Freude der burgenländischen FPÖ.

Die kürzlich von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) angekündigte Verlängerung der Kontrollen an den österreichischen Grenzen bis zum November stößt bei seinen blauen Parteifreunden im Burgenland natürlich auf große Zustimmung.

„Für das Burgenland sind diese Kontrollen von großer Bedeutung, die EU-Außengrenzen sind nach wie vor löchrig“, sagt Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz, der die Verlängerung bereits im Vorfeld gefordert hatte. Für FPÖ-Sicherheitssprecher Manfred Haidinger sind die Grenzkontrollen unter anderem auch für die rückläufige Anzahl von Einbrüchen und Diebstählen im Burgenland verantwortlich.

Regionale Umfrage

Auch im Rahmen der KURIER-Umfrage für das Burgenland waren die Grenzen beziehungsweise die Verbindungen zu den ungarischen Nachbarn Thema. Etwa im Bezirk Oberpullendorf, wo die Frage gestellt wurde, wie wichtig eine bessere Straßenverbindung nach Ungarn im Anschluss an die S31 wäre. Knapp die Hälfte, nämlich genau 51,8 Prozent, der Befragten gaben an, das sei ihnen sehr wichtig. Für 38,8 Prozent hingegen hat diese Frage überhaupt keine Bedeutung, 9,4 Prozent hatten keine Meinung.

Ziemlich ähnlich ist übrigens das Verhältnis auf die Frage im Südburgenland. Dort wollte der KURIER von seinen Lesern wissen, wie wichtig ihnen mehr grenzüberschreitende Projekte gemeinsam mit Ungarn wären. 50,1 Prozent der Befragten antworteten mit sehr wichtig, 34,9 Prozent mit nicht wichtig und 15 Prozent hatten keine Meinung zu dieser Fragestellung.

Im Zuge der Schwerpunktkontrolle der Finanzpolizei kamen auch Kräfte der Landespolizeidirektion Burgenland zum Einsatz. Der Polizei steht ja seit September die neu geschaffene Spezialeinheit Puma zur Verfügung. Seither wurden 246 Schwerpunktaktionen an den oder in Grenznähe durchgeführt und dabei rund 12.000 Fahndungsanfragen gestellt.

„Wir führen täglich an rund 25 Grenzübergängen polizeiliche Kontrollen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch, angefangen von Schlepper-Kriminalität über Einbrüche bis hin zu gemeinsamen Einsätzen mit der Finanzpolizei“, sagt Polizeidirektor Martin Huber.