Chronik | Burgenland
02.01.2019

Rassismus auf Instagram: FPÖ sieht sich als Opfer eines Fakes

Die Grünen fordern Entschuldigung für Posting, die FPÖ Burgenland bestreitet jeglichen Zusammenhang mit dem Account.

Ein angeblicher Kommentar auf Instagram sorgt für Aufregung. Unter einem Posting der Kronen Zeitung zum Neujahrsbaby wurde „Unser Neujahrsbaby heißt Hendrik Stracke und kein Kanakenbaby!!!“ (sic!) geschrieben.

Laut einem auf Facebook kursierenden Screenshot wurde dieser Beitrag mit dem offiziellen Instagram-Account der FPÖ Burgenland verfasst. Das Posting wurde von der Kronen Zeitung mittlerweile gelöscht. Die Grüne Landessprecherin Regina Petrik ist schockiert über diese „offene rassistische Hetze“ und verlangt eine Entschuldigung von FPÖ Landesparteiobmann Johann Tschürtz bei den Eltern.

Umgehend meldete sich FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zu Wort. Der Vorwurf sei aufs Schärfste zurückzuweisen, weil es sich bei diesem Account laut der freiheitlichen Landesgruppe um eine Fälschung handle, die auch gemeldet worden sei. „Was hier unter Verwendung des Logos der FPÖ-Burgenland kommentiert wurde, ist in keinster Weise hinzunehmen“, sagt Landesparteiobmann Johann Tschürtz. „Wir werden daher Anzeige erstatten.“

Auch die SPÖ, die mit der FPÖ im Burgenland eine Koalition bildet, meldete sich zu Wort: Das Posting und die Wortwahl seien „skandalös“, sagte der burgenländische SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax zur APA: „Wir verurteilen das auf das Schärfste. Sollte das jetzt wirklich wer mutwillig gepostet haben, muss es Konsequenzen haben. Sonst muss natürlich herausgefunden werden, wer den FPÖ-Account gehackt hat.“ Die SPÖ Burgenland verurteile die Wortwahl und den Post „aufs Schärfste“.

Wirbel um FPÖ-Posting im Burgenland