Chronik | Burgenland
18.09.2018

Premiere für AK-Präsident Michalitsch als Frontmann

Im Frühling 2019 findet die AK-Wahl statt

Die Größten waren die Ersten: Die roten Gewerkschafter haben am Montag die Kandidatenliste für die Arbeiterkammer-Wahl im kommenden Frühjahr fixiert. Von 20. März bis 2. April 2019 können voraussichtlich zwischen 81.000 und 82.000 im Burgenland beschäftigte Arbeitnehmer ihr „Parlament“ wählen.

Bei der bisher letzten Wahl 2014 legten die sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) auf 72,2 Prozent oder 38 von 50 Kammerräten zu, der schwarze ÖAAB hält acht, die freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) drei Mandate und die Grünen und Unabhängigen einen Kammerrat. FSG-Spitzenkandidat ist der amtierende AK-Präsident Gerhard Michalitsch, der den gesundheitlich angeschlagenen Langzeitpräsidenten Alfred Schreiner im März 2017 abgelöst hat. 2019 werden auch die beiden bisherigen FSG-Vizepräsidenten Josefine Benin und Heinz Kulovits altersbedingt nicht mehr kandidieren. Hinter Michalitsch sind Bianca Graf (Betriebsrätin im Oberwarter Spital), Christian Dvorak (Gebietskrankenkasse), ÖGB-Landesvorsitzender Erich Mauersics und Reinhard Mund (Boxmark) gereiht. Die drei anderen Fraktionen in der AK-Vollversammlung werden ihre Teams in der kommenden Woche (Grüne) oder gar erst ab Mitte Oktober (ÖAAB und FA) nominieren.

Der bis dato einzige Grün-Kammerrat Wolfgang Weeber soll dem Vernehmen nach nicht als Zugpferd ins Rennen gehen, die Grünen haben aber „schon jemanden im Auge“. Die bei der letzten Wahl schwer geschlagenen Christgewerkschafter haben ihre Spitze auch schon mitten in der laufenden Periode ausgewechselt. Das einzige AK-Vorstandsmitglied aus den Reihen des ÖAAB, Michael Knopf, hat gute Chancen topgesetzt zu werden. Ein Mandat sollte auch der neue ÖAAB-Landesgeschäftsführer Johannes Mezgolits bekommen. Und bei den Blauen sieht alles nach einem Dacapo für Siegfried Zeltner aus, der seit 2009 AK-Kammerrat ist. Der Referent im Büro von FPÖ-Landeshauptmannvize Hans Tschürtz stünde wieder bereit, „falls die Gremien nichts anderes beschließen“.