Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Welche neuen Attraktionen am Neusiedler See kommen könnten

Die Wirtschaftskammer will das touristische Angebot weiterentwickeln - etwa mit Kanu, Kajak und Stegen durch Schilfgürtel.
Ein rot-weißer Leuchtturm am Ufer des Neusiedlersees im Sonnenuntergang.

Zusammenfassung

  • Die Wirtschaftskammer Burgenland will das touristische Angebot am Neusiedler See durch neue Maßnahmen wie Kanu- und Kajakfahren sowie Stege durch den Schilfgürtel weiterentwickeln.
  • Zur Verbesserung der Infrastruktur werden alternative Mobilitätsformen und Beobachtungsinseln vorgeschlagen, zudem wird eine Wasserzufuhr als notwendig erachtet.
  • Laut Umfrage ist der Neusiedler See sehr bekannt und attraktiv, wobei rund die Hälfte der Befragten Interesse an einem Besuch bekundet.

Die Wirtschaftskammer Burgenland will das touristische Angebot rund um den Neusiedler See weiterentwickeln und hat dafür im Zuge des Projekts "Nachhaltige Nutzung Neusiedler See" gemeinsam mit Experten und regionalen Akteuren einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Attraktive Ergänzungen wären etwa Kanu- und Kajakfahren sowie Stege durch den Schilfgürtel, erläuterte Projektleiter Franz Perner am Donnerstag.

Kanu und Kajak statt Boot?

Kanu- und Kajakfahren hätten den Vorteil, dass sie auch bei niedrigem Wasserstand möglich seien. Außerdem könnten dabei die Schilfkanäle befahren werden, deren Wiederherstellung sich positiv auf die Zirkulation und damit auch auf den Wasserstand auswirken würde, hieß es. Die Errichtung von Stegen durch den Schilfgürtel könnte zu einer besseren Verbindung der Gemeinden beitragen.

Gleichzeitig könnten auch Beobachtungsinseln und Aussichtsplattformen entstehen. Zur Verkehrsanbindung sei die Schaffung alternativer Mobilitätsformen wie Shuttlebusse, Pferdekutschen oder Bummelzug notwendig.

Wirth: "Wasserzufuhr wird unumgänglich sein"

Ziel sei es, die Region langfristig als attraktiven Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusraum abzusichern, sagte Perner. Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth will die Zusammenarbeit mit den ungarischen Nachbarn wieder intensivieren. "Auch eine Wasserzufuhr entweder über die Donau oder andere Gewässer wird unumgänglich sein", hielt er fest - wenngleich der Wasserstand nach den schwierigen Jahren 2022 und 2023 wieder Anlass zum Aufatmen gegeben habe.

Bei einer IMAS-Umfrage sei der Neusiedler See bei der Bekanntheit zuletzt auf Platz zwei hinter dem Wörthersee gelandet. 83 Prozent der Befragten in Österreich gaben an, ihn zu kennen. Knapp drei Viertel hielten die Seeregion für attraktiv, etwa die Hälfte habe Interesse an einem Urlaub oder Tagesausflug bekundet, so die Wirtschaftskammer.

Kommentare