Chronik | Burgenland
24.04.2018

Nach Posting zu Wien-Marathon: Tschürtz rügt FPÖ-Mitarbeiter

Ein Mitarbeiter des burgenländischen Landeshauptmannstellvertreters machte sich über afrikanische Laufstars lustig.

Wegen eines Instagram-Postings rund um den Vienna City Marathon geriet ein Mitarbeiter des burgenländischen Landeshauptmannstellvertreters Johann Tschürtz (FPÖ) in die Kritik: Die Sozialistische Jugend (SJ) sprach von "inakzeptablen Rassismus". Tschürtz kündigte daraufhin ein Gespräch an. Dieses habe nun stattgefunden und mit einer Ermahnung für den Mitarbeiter geendet, sagte Tschürtz am Dienstag der APA.

Auf Instagram war nach Angaben der SJ Burgenland ein Bild mit einer Gruppe dunkelhäutiger Läufer zu sehen. Darunter stand der Kommentar: "Habens heute Ausgang?", versehen mit einem Smiley. "Abseits dessen, dass durch solche Kommentare mitunter internationale Spitzensportler, die nach Österreich kommen, beschimpft werden, kommt hier inakzeptabler Rassismus zutage", stellte die Vorsitzende der SJ- Burgenland, Lejla Visnjic, in einer Aussendung fest.

Tschürtz distanzierte sich in einer Reaktion von dem Posting: Es tue ihm leid, "dass das passiert ist". Inzwischen habe er mit dem Mitarbeiter gesprochen. "Ich habe ihn abgemahnt und habe gesagt: solche Dinge hat er auf jeden Fall zu unterlassen." Sollte so etwas noch einmal vorkommen, werde es Konsequenzen geben. Das Posting sei "kein strafrechtlicher Tatbestand", meinte Tschürtz: "Deshalb bin ich bei der Ermahnung geblieben."