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11/25/2021

Modernisierung für Kulturzentrum Güssing im Zeitplan

Projektstudie soll Grundlage für den Planungswettbewerb bilden. Land geht weiter von rund 20 Millionen Euro Baukosten aus

von Roland Pittner

Der ganze Bezirk durfte entscheiden, ob Geld ins Kulturzentrum Güssing investiert wird oder die Burg Güssing zum Veranstaltungszentrum ausgebaut wird. 59 Prozent der Bürger entschieden sich für die Modernisierung des Kulturzentrums, das Land nahm dies als Auftrag und arbeitet seit Juni an den Plänen für den Umbau.

Derzeit arbeitet das Land an einer Projektstudie – dabei arbeitet das Projektteam auch die Anliegen des Bundesdenkmalamtes ein. Denn zwei Tage nach der Volksbefragung wurde das KUZ unter Denkmalschutz gestellt. „Wir sind, trotz der Entscheidung des Bundesdenkmalamtes, derzeit voll im Zeitplan. Das Land nimmt den direktdemokratischen Auftrag der Region ernst und wird in Güssing ein topmodernes Kultur- und Veranstaltungszentrum schaffen, das den gesamten Bezirk kulturell und touristisch beleben soll“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Projektstudie

Wenn die Projektstudie fertig ist, soll diese die Basis für einen europaweit ausgeschriebenen Planungswettbewerb bilden. Abstimmungsgespräche wurden nicht nur mit Vertretern des Bundesdenkmalamtes geführt, sondern auch mit zukünftigen Nutzern. Vor diesem Hintergrund werde ein kulturelles Nutzungs- und Bespielungskonzept vorbereitet.

„Klar ist, dass die bei der Volksbefragung versprochenen Parameter den Rahmen für das neue KUZ bilden werden, soweit das mit dem Denkmalschutz vereinbar ist. Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit“, erklärt Doskozil. Geplant sind neben der Generalsanierung des Gebäudes ein Veranstaltungssaal mit 500 Sitzplätzen, die Überdachung des Innenhofes sowie die Sanierung des Restaurants und die Errichtung einer Restaurant-Terrasse.

Als neuer Aspekt wird eine nach innen und außen flexibel nutzbare Bühne geprüft, um sowohl Indoor-Aufführungen als auch Open-Air-Veranstaltungen möglich zu machen. „Damit würden wir das neue KUZ noch variantenreicher und vielfältiger bespielbar machen“, meint Doskozil: „Es soll ein spannender Ort der kulturellen Vielfalt und des gesellschaftlichen Lebens werden. Da werden wir nicht nur eng mit dem Bürgermeister bzw. der Gemeinde zusammenarbeiten, sondern auch mit den wichtigsten kulturellen Playern und anderen Partnern.“

Die Landesimmobilien Burgenland werden als Projektleiter nach Vorlage der Studie einen europaweiten Planerwettbewerb aufsetzen. Das Siegerprojekt wird von einer Expertenjury, die sich aus Architekten, Bauherrenvertretern und Nutzervertretern zusammensetzt, gekürt. Der Baustart für den neuen Kultur-Hotspot in Güssing ist für 2023 geplant. Die Modernisierung soll rund 20 Millionen kosten, das Kulturzentrum auf der Burg hätte etwa 50 Millionen gekostet.

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