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Chronik | Burgenland
06/26/2019

Mattersburg: „Flächenfresser“ wird neu genutzt

Ordinationen, Wohnungen und Apotheke statt leer stehender Häuser: Die OSG beginnt mit Bauarbeiten.

In Mattersburg soll die Innenstadt belebt werden: Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) plant schon seit Längerem gemeinsam mit der Stadtgemeinde Mattersburg in der Wedekindgasse ein Multifunktionsgebäude mit Wohnungen sowie Apotheke, Ordinationen und Geschäften. Jetzt ist es soweit: Vor Kurzem fiel der Startschuss für die Bauarbeiten.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, leer stehende Häuser – darunter auch Wirtshäuser und Feuerwehrhäuser – zu retten“, erklärt OSG-Vorstand Alfred Kollar. Um den Bodenverbrauch nachhaltig einzudämmen hat das neue Burgenländische Wohnbauförderungsgesetz einen Zuschlag vorgesehen, falls vorhandene Ressourcen genutzt bzw. bestehende Objekte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Apotheke im Erdgeschoß

In Mattersburg werden in den kommenden Wochen die Abbrucharbeiten der ehemaligen Martinischenke und der Nachbargebäude vonstattengehen, danach wird mit den Bauarbeiten begonnen. Es werde ein Projekt umgesetzt, bei dem „sich Pharmazie, Medizin sowie Wohnraum auf vier Etagen treffen“. Im Erdgeschoß wird eine Apotheke samt Drogerie und ein Geschäftslokal Platz finden, im ersten Obergeschoß sind Räume für Ordinationen sowie vier Wohneinheiten geplant. Auf den beiden oberen Geschoßen werden 15 Wohneinheiten gebaut. Eine Tiefgarage wurde mit eingeplant. Das Projekt soll Ende 2020 abgeschlossen sein.

2.000 Menschen leben bei der OSG

„Für mich ist es wichtig, dass im Zentrum investiert und gebaut wird und dadurch bereits bestehende Bauflächen genutzt werden. Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel dafür“, sagt Stadtchefin Ingrid Salamon (SPÖ).

Seit vier Jahrzehnten setzt die Stadtgemeinde mit der OSG Wohnprojekte um. Rund 2.000 Menschen – das ist mehr als ein Viertel der Stadtbevölkerung – wohnen in einer Wohnung oder einem Reihenhaus der OSG.