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Burgenland
10/12/2019

Logistiklager an der Ostautobahn ist Naturschützern Dorn im Auge

Das Logistiklager von XXXLutz sollte Ende 2019 in Betrieb gehen. Aber es gibt Widerstand.

von Thomas Orovits

Ende 2019 sollte das Logistikzentrum von XXXLutz bei Zurndorf in Betrieb gehen. Ob der Termin hält, ist fraglich. Die Umweltschutzorganisation „Alliance for Nature“ hat gegen baubehördliche und gewerbebehördliche Genehmigung des Lagers Beschwerde eingelegt und verdächtigt Land und Gemeinde, ein naturschutzfachliches Gutachten unter Verschluss zu halten.

Auf 22 Hektar soll an der A 4 ein Logistikzentrum für die Möbelhäuser im Osten Österreichs und der angrenzenden EU errichtet werden. Der Möbelhaus-Konzern gibt dafür einen Standort in der Slowakei auf. 60 Millionen Euro werden investiert, bis zu 120 Jobs geschaffen.

„Verkehr, Licht und Lärm“ würden zu einer Beeinträchtigung der Vogelwelt führen, verweist Alliance-Generalsekretär Christian Schuhböck auf nahegelegene Schutzgebiete.

Bislang ohne Erfolg.

„Die Beschwerdeführer sind mit ihren Einwendungen im Bauverfahren vor dem Landesverwaltungsgericht gescheitert“, teilte XXXLutz-Sprecher Thomas Saliger am Freitag mit. Der Baubescheid sei rechtskräftig. Das bestätigt die Neusiedler Bezirkshauptfrau Birgit Lentsch. Nur kleinere Adaptierungen seien offen, sie hoffe auf einen raschen Abschluss des Verfahrens.

Offen ist auch die Beschwerde gegen die gewerbebehördliche Bewilligung vorm Verwaltungsgericht. Für 13. November ist eine Verhandlung anberaumt. Dass er bei Verhandlungen zum Bauverfahren fehlte, begründet Schuhböck mit Abwesenheit im Sommer.

„Es wurde nie ein Baustopp verhängt, sondern es war die Entscheidung des Gerichts abzuwarten, wie in einem Rechtsstaat üblich“, sagt XXXLutz-Sprecher Saliger. Er versichert zudem, dass „alle naturschutzrelevanten Aspekte“ berücksichtigt werden. 30 Hektar Ausgleichsflächen und ein Grünkorridor mit 4 Hektar wurden geschaffen. Zurndorfs Bürgermeister Werner Friedl versteht den Widerstand von „Alliance“ nicht. „Die sollen mir zeigen, wie man ohne Betriebe im Ort kommunale Aufgaben finanziert“.