Premiere: Erste beidseitige Kreuzbandoperation in Klinik Güssing
V.l.: OA Dr. Otmar Leithgöb, Patientin Manuela Hostniker, Physiotherapeutin Anita Bognar und die pflegerische Leitung der orthopädischen Bettenstation DGKP Ernst Peter, BScN, MSc
Zusammenfassung
- Seltene beidseitige Knieverletzung nach Skiunfall, die in Österreich nur etwa 30-mal jährlich auftritt.
- Operation beider Kniegelenke erfolgte gleichzeitig, wodurch die Rehabilitationszeit verkürzt wurde.
- Patientin und Landeshauptmann zeigen sich optimistisch hinsichtlich Genesung und medizinischem Fortschritt.
Manuela Hostniker hatte Anfang des Jahres einen schweren Skiunfall. Die Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes am rechten Kniegelenk einhergehend mit einem Meniskusriss, sowie ein Riss des vorderen Kreuzbandes am linken Kniegelenk, kombiniert mit einer Seitenbandrissbildung.
Nur 30 Mal im Jahr
„Diese Kombination beidseitiger Knieverletzungen ist extrem selten und tritt statistisch in Österreich lediglich rund 30 Mal im Jahr auf“, betont Oberarzt Otmar Leithgöb, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie sowie Facharzt für Orthopädie und Traumatologie in der Klinik Güssing.
Üblicherweise werden solche Verletzungen "knieweise" und nicht gleichzeitig operiert. Die Rehabilitationszeit pro Kniegelenk dauert laut Leithgröb mindestens neun Monate. Wäre gestaffelt operiert worden, hatte man das zweite Knie erst im Herbst in Angriff nehmen können.
Optmistisch und Motiviert
Hostniker zeigte sich nach dem Eingriff optimistisch und motiviert: „Es ist mein Ziel, beim Skiopening 2026 in Schladming, genau ein Jahr nach meiner Verletzung, wieder aktiv die Pisten bewältigen zu können."
Auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sieht positiv in die Zukunft: „Diese Premiere in Güssing ist mehr als ein medizinischer Erfolg. Sie zeigt, dass unsere Gesundheitsoffensive wirkt und wir das Angebot Schritt für Schritt in allen Landesteilen ausbauen.“
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