Chronik | Burgenland
30.11.2018

Kälteeinbruch: Frostschäden kommen teuer

Vorbeugen hilft. Jedes Jahr frieren zahlreiche Leitungen auf - mit teuren Folgen für die Hausbesitzer.

Der Winter ist da und damit stehen einige frostige Tage und Nächte an. Aufgrund der lang anhaltenden warmen Witterung im Oktober befürchten die burgenländischen Wasserversorger, dass in vielen Haushalten noch nicht daran gedacht wurde, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Spätestens jetzt ist Handeln angesagt.

„Üblicherweise werden diese Arbeiten – also das Entleeren von Außenleitungen oder das Abdichten von Wasserzählerschächten – Ende Oktober durchgeführt. Aber durch das warme Wetter haben vermutlich einige Hausbesitzer nicht daran gedacht“, sagt Christian Portschy, Geschäftsführer des Wasserverbandes Südliches Burgenland.

Erste Maßnahme bei Außenleitungen ist das Entleeren. Die Hähne müssen dennoch geöffnet bleiben, damit sich das Eis, das durch eventuelle Wasserreste entsteht, ausdehnen kann und die Rohre nicht aufplatzen. Große Frostgefahr besteht auch bei Wasserzählern, Wasser- und Heizungsleitungen sowie Boilern. Besonders gefährdet sind unbenützte Gebäude, wie zum Beispiel Ferien- oder Wochenendhäuser sowie Rohbauten. Bei Frost sollten alle Fenster und Türen geschlossen sowie alle Öffnungen abgedichtet sein. Aber auch bei bewohnten Häusern droht Gefahr, etwa durch offenstehende Kellerfenster oder Wasserzähler, die in Schächten montiert sind. Diese sollten durch Einlegen von Dämmstoffen wie Styropor oder Mineralwolle gesichert werden.

Versicherung

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob man gegen Frostschäden versichert ist. Nicht jede Versicherung deckt Schäden dieser Art ab. Kommt es in einem Haushalt tatsächlich zu einem Frostschaden, können die Kosten dafür beträchtlich sein. Sollte eine Leitung zufrieren, ist diese sofort absperren und der Wasserversorger zu verständigen.