© Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau GmbH/negaprion

Lutzmannsburg
09/13/2019

Heißes Wasser als Rutsche für den Tourismus

Am 17. September 1994 wurde die Sonnentherme eröffnet. Mehr als neun Millionen Gäste wurden seither gezählt.

Es sei ein „sehr, sehr strukturschwaches Gebiet“ gewesen, in das das Land 1994 investiert habe, hieß es vor ein paar Jahren vonseiten der Politik. Die Investitionen haben sich offensichtlich gelohnt: Im Laufe der vergangenen 25 Jahre wurden rund neun Millionen Gäste in der Sonnentherme Lutzmannsburg gezählt.

Thermen-Geschäftsführer Werner Cerutti und Tourismus-Landesrat Alexander Petschnig (FPÖ) blickten am Donnerstag auf „die einmalige touristischen Erfolgsgeschichte“ zurück und gaben eine Ausschau.

Doch der Reihe nach. Nachdem schon 1989 erfolgreich nach Thermalwasser gebohrt worden waren, hatte eine zuvor gegründete Gesellschaft Mühe, Investoren zu finden, um eine Therme zu errichten. Schließlich beteiligte sich das Land Burgenland mit 95 Prozent.

Am 17. September 1994 war es soweit: Unter den Namen „barbablub“ wurde der Betrieb gestartet. Nachdem die Zahl der Besucher zunächst recht überschaubar gewesen sei, hat man sich 1996 auf Babys und Kleinkinder konzentriert.

80 Millionen Euro

Drei Ausbaustufen wurden in 25 Jahren getätigt, 80 Millionen Euro investiert. Nicht immer sei alles glatt verlaufen, sagt Petschnig. Der Umbau 2012 etwa wurde um 3,6 Mio. Euro teurer als veranschlagt. Der Landesrechnungshof hatte auch kritisiert, dass Investitionen in den Außenbereich keine Erlöse gegenüberstünden. „Heute ist der Außenbereich ein Stärke. Er trägt zum Auslastungsgrad von weit über 80 Prozent bei, Tendenz steigend“, sagt der Landesrat.

In den kommenden vier Jahren sollen weitere 27 Millionen Euro in das Resort fließen. Einen Focus wolle man auf Virtual Reality legen. Für kommendes Jahr etwa ist ein 5D-Wasserkino geplant. „Es soll das modernste in Europa werden“, sagt Cerutti.

425.000 Besucher kommen pro Jahr in das Resort, zu dem auch das Hotel Sonnenpark zählt. „Heuer hatten wir bis August schon um 17.000 Besucher mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.“ Eine Privatisierung der Therme sei aus „wirtschaftlichen Überlegungen“ derzeit kein Thema, erklärt Petschnig am Donnerstag.