Heiligenbrunn: Noch ein Anlauf Richtung Weltkulturerbe

46-107605359
Neben dem Heiligenbrunn Kellerviertel soll nun auch der Uhudler Kulturerbe werden.

Zusammenfassung

  • Das Kellerviertel Heiligenbrunn mit über 100 historischen Kellern strebt erneut den UNESCO-Weltkulturerbe-Status an.
  • Der Kellerverein plant diesmal eine strukturierte Bewerbung und bespricht das weitere Vorgehen im Februar.
  • Parallel wird geprüft, die Weinbautradition rund um den Uhudler als immaterielles Kulturerbe einzureichen.

Weiße Häuser, Strohdächer und jahrhundertealte Weinpressen. Ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben scheint – und der trotzdem noch genutzt wird: das Kellerviertel Heiligenbrunn.

Mit mehr als 100 historischen Kellern zählt es zu den ältesten und geschlossensten Kellergassen Europas. Was für viele Besucher wie ein Freiluftmuseum wirkt, ist hier noch immer Teil des Ortsbilds.

Damit das so bleibt, nimmt der Kellerverein der Gemeinde Heiligenbrunn einen neuen Anlauf in Richtung UNESCO. Schon 2013 gab es einen Versuch, das Kellerviertel den Weltkulturerbe-Status zu verschaffen – damals ohne Erfolg. Im Februar soll das Thema erneut besprochen werden. „Bei der Vereinssitzung erstellen wir einen konkreten Plan“, so Johannes Krammer, Klubobmann. „Dieses Mal besser vorbereitet und mit klarer Struktur.“ 

Parallel dazu denkt der Verein auch über einen anderen Weg nach. Der Uhudler und die mit ihm verbundene Weinbautradition sollen als immaterielles Kulturerbe eingereicht werden. Im Fokus stehen dabei nicht die Keller selbst, sondern das überlieferte Wissen rund um Anbau und Verarbeitung. Dieser Schritt wäre auch unabhängig von einer UNESCO-Anerkennung umsetzbar.

Ob der zweite Anlauf erfolgreich sein wird, ist offen. Klar ist: In Heiligenbrunn will man das Kellerviertel nicht nur erhalten, sondern ihm auch über das Burgenland hinaus mehr Sichtbarkeit verschaffen.

Kommentare