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Chronik Burgenland
01/14/2021

Den „Haider-Hunderter“ gibt es im Burgenland schon lange

SPÖ Mogersdorf verteilt freudig Landesgeld; roter Landesrat distanziert sich von "politischer Verwendung der Initiative"

von Thomas Orovits

Die SPÖ Mogersdorf unter Vizebürgermeister Wolfgang Deutsch vermeldete auf Facebook stolz: „Wir durften mit Unterstützung unseres Landesrates Dr. Schneemann in jedem unserer Ortsteile eine Person, die es dieses Jahr besonders schwer hatte, mit 100 € in Bar (sic!) beschenken!“

100 Euro bar auf die Hand? Da werden Erinnerungen an den früheren Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ, dann BZÖ) wach. Der 2008 tödlich Verunglückte hatte höchstselbst einen „Teuerungsausgleich“ an „Kleinverdiener, Mindestpensionisten und unversorgte Mütter“ verteilt. Erst Haiders Nachnachfolger Peter Kaiser (SPÖ) stoppte 2013 die Zahlung als „wenig bis gar nicht nachhaltig“.

Im Burgenland gehen die Uhren anders.

Zumindest seit Theodor Kery (LH 1966-1987, Anm.) werde der „Handverlag für Soziales“ dafür verwendet, sozial Schwache finanziell zu unterstützen – meist vor Weihnachten, heißt es aus dem Büro von Soziallandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ). Zu jedem Fall lägen „entsprechende Begründungen“ vor. Der zuständige Landesrat könne „entsprechend den festgehaltenen Bestimmungen frei über die Vergabe entscheiden“, in Summe rund 12.000 Euro. Die Briefe mit dem Geld würden über Boten, meist Bürgermeister oder Vize, übermittelt. Warum heftet sich die SPÖ-Mogersdorf die Verteilung der Landesgelder auf die Fahnen? Schneemann: „Ich distanziere mich davon, dass diese Initiative politisch verwendet wird. Wir haben den Vizebürgermeister kontaktiert, das Posting sofort zu löschen“.

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