Das Wetter als Geschäftemacher

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1. Einkaufssamstag: Im Süden trieb der Nebel die Leute in die Läden, im Norden zog sie die Sonne ins Freie.

Der erste Einkaufssamstag im Weihnachtsgeschäft verlief im Burgenland durchaus lebhaft. Die Geschäfte waren voller als an gewöhnlichen Samstagen, von einem Ansturm auf die Läden konnte man aber noch nicht sprechen. Viele Kunden gustierten, mit der Kaufentscheidung warten sie aber noch zu.

Shoppingcenter

In Oberwart war das EO, das Einkaufszentrum Oberwart, der Anziehungspunkt. Die Parkplätze waren sehr gut ausgelastet, im Inneren des opulent geschmückten Shoppingtempels tummelten sich die Kunden. Die Geschäftsleute waren mit dem Umsatz durchaus zufrieden. Etwas ruhiger ging es in der Innenstadt zu, aber auch hier war Bewegung. Reges Treiben herrschte auch im Gewerbegebiet Oberwart-Unterwart. Durchaus zufrieden ist Klaus Wiesberger vom Intersport Claudia: "Der Geschäftsgang entsprach unseren Erwartungen. Viele Kunden informierten sich und ließen sich beraten. Wintersportartikel waren sehr gefragt." Gerade die Sportartikelbranche wartet gebannt auf den ersten Schnee. Und auch die Schuhbranche hofft auf baldige weiße Pracht, um das Wintergeschäft ankurbeln zu können.

Im Landesnorden war etwas weniger los als im Südburgenland. Die Fußgängerzone in der Eisenstädter Innenstadt füllte sich erst mit Einbruch der Dunkelheit. Viele zog es zum neuen Christkindlmarkt. Für Harald Schermann, Sprecher der Wirtschaftskammer Burgenland spielte auch das Wetter eine nicht unbedeutende Rolle: "Im Süden ist dank des anhaltenden Nebels mehr los gewesen, im Norden dürften die Menschen Sonnenstrahlen für Tagesausflüge in die Natur genützt haben."

Sehr zufrieden zeigte man sich im Designer Outlet Center in Parndorf. "Das Geschäft ist wirklich gut angelaufen", erzählt Centermanager Mario Schwamm. Vor allem Luxusmarken würden heuer stark im Trend liegen. Wie berichtet, haben im Oktober Nobellabels wie Prada, Gucci und Boss in Parndorf eröffnet.

Die Weihnachtszeit ist für den Handel traditionell die wichtigste Zeit des Jahres. 1,57 Milliarden Euro Umsatz erzielte der österreichische Handel im vergangenen Jahr. Dieses Jahr rechnet die Wirtschaftskammer sogar mit einem leichten Umsatzplus. Besonders elektronische Geräte und Spielsachen werden dieses Jahr vermehrt unter dem Christbaum zu finden sein.

Elektronik

Mobiltelefone werden dabei ein besonderer Renner werden: Immerhin jeder Fünfte will heuer ein Mobiltelefon schenken oder kaufen, das ist Nummer eins bei den Hightech-Geräten.

Neben der Elektronikbranche soll das Weihnachtsgeschäft laut Wirtschaftskammer heuer auch für die Spielzeughändler gut ausfallen. Demnach rechnet die Spielzeugbranche mit einem leichten Plus von zwei bis drei Prozent für das Weihnachtsgeschäft 2011. Denn bei den Kinder würde als letztes gespart.

Ganz allgemein rechnen die Geschäftsleute damit, dass die Umsätze umso mehr steigen, je näher Weihnachten rückt.

Erstellt am 05.12.2011