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Chronik | Burgenland
05/24/2019

Christian Ries (FPÖ) muss Platz im Nationalrat wieder räumen

Ibiza und die Folgen: Der Freiheitliche aus Rust muss sein von Norbert Hofer geliehenes Mandat wieder dem Ex-Minister überlassen

Christian Ries nimmt’s gelassen: Nach nicht einmal eineinhalb Jahren muss der Ruster Sitz 130 im Nationalrat wieder räumen. Der 47-jährige FPÖ-Landesparteisekretär war nach dem Wechsel von Norbert Hofer ins Infrastrukturministerium im Dezember 2017 auf dessen Platz im Parlament nachgerückt und muss das geliehene Mandat nun wieder zurückgeben. Der designierte FPÖ-Bundesparteichef Hofer kehrt nach dem jähen Ende der türkis-blauen Bundesregierung im Gefolge der Ibiza-Affäre in den Nationalrat zurück.

Hofer hatte bei der Nationalratswahl 2017 das einzige FPÖ-Landesmandat im Burgenland erobert, Ries kandidierte auf Platz 2. Mit dem Pinkafelder Hofer und der Rudersdorferin Petra Wagner auf einem Bundesmandat kommen beide burgenländischen FPÖ-Nationalräte aus dem Landessüden

Dass Hofer das Mandat übernimmt, grämt Ries nicht (auch HC Strache trägt er nichts nach), aber „es tut mir leid, dass ich im BVT-Untersuchungsausschuss nicht bis zum Schluss dabei sein kann“, sagt der Kriminalbeamte, der seine Tätigkeit in der Kriminalprävention zuletzt auf 20 Wochenstunden reduziert hat. Der Ausschuss, dem er als Vollmitglied angehörte, „war sicher ein Highlight“, betont Ries.

Ob er nun im Herbst wieder für den Nationalrat kandidiert oder im Jänner 2020 für den Landtag, lässt Ries offen. „Beides ist reizvoll, aber wir haben noch nichts besprochen“. Ist Hans Tschürtz Spitzenkandidat für die Landtagswahl? Ries: „Ja.“