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Offensive gegen Facharbeitermangel
09/16/2019

BUZ-Ausbildung: In eineinhalb Jahren zum Facharbeiter

Unternehmen suchen dringend Fachkräfte. Das BUZ startet in Kooperation mit dem AMS eine neue Ausbildungsschiene.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Fachkräfte sind begehrt: Auch beim AMS im Burgenland werden händeringend Facharbeiter im Metall- und Elektrobereich, im Fremdenverkehr, im Handel und der Bauwirtschaft gesucht. Das Burgenländische Schulungszentrum, kurz BUZ genannt, in Neutal will nun einen Beitrag leisten, um den Bedarf der Unternehmen teilweise zu decken.

Mit Lehrlings- und Facharbeiterintensivausbildungen sollen Arbeitskräfte in 13 verschiedenen Bereichen ausgebildet werden.

Unterstützung kommt dafür auch vom AMS. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen,“ sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl.

Das BUZ, das seit 40 Jahren über Erfahrung im Aus- und Weiterbildungsbereich verfügt, sieht sich den Anforderungen gewappnet.

Als „Fachkräftekaderschmiede“ bilde man seit September im Bereich der Metalltechnik Fachkräfte aus, sagt BUZ-Geschäftsführer Christian Vlasich. Die Ausbildungen im Bereich der Elektrotechnik starten im Jänner, ebenso werden angehende Köche ausgebildet.

Verkürzte Lehrzeit

Das Angebot richte sich an Personen ab 18 Jahren, die bisher schwer einen Job gefunden haben, oder die sich neu orientieren wollen. „Die Facharbeiter-Intensivausbildung bedeutet eine verkürzte Lehrzeit, der Besuch der Berufsschule entfällt“, sagt Vlasich.

In welche Richtung der weitere berufliche Weg gehen soll, dass müssen die Lehrlinge gar nicht von Anfang an genau wissen. Acht Wochen dauert die Basisschulung, danach könne man sich für einen der vorgeschlagenen Ausbildungen entscheiden. Auch zu einem späteren Zeitpunkt sei es möglich, die Richtung zu ändern.

Vermittlungsquote

Der Erfolg gibt den vom BUZ erarbeiteten Konzepten Recht: Jeder zweite der insgesamt 1.500 Absolventen des BUZ hat im Vorjahr binnen drei Monaten einen Job gefunden. Insgesamt liege die Vermittlungsquote bei über 70 Prozent.

Die Facharbeiter-Intensivausbildung im BUZ wird zur Gänze vom AMS gefördert. Burgenlandweit, sagt AMS-Chefin Sengstbratl, haben im ersten Halbjahr mehr als 1.300 AMS-Kunden mit Hilfe der Einrichtung eine Ausbildung zur Fachkraft absolvieren können.

www.buz.at