© APA/ROBERT JAEGER

Chronik Burgenland
01/26/2020

Burgenland: Die Rekorde der bisherigen Landtagswahlen

Landtagswahlen im Burgenland gehen meist ohne große Verschiebungen über die Bühne. Noch nie war Gewinn oder Verlust zweistellig.

von Michael Pekovics

Zwar erlebte das Burgenland einen der wenigen Machtwechsel Österreichs - 1964 verdrängte die SPÖ die ÖVP von Platz 1 und dem LH-Sessel -, aber abgesehen davon zeigte es sich bei den Landtagswahlen immer recht gemäßigt.

Noch nie hat eine Partei zweistellig Stimmenanteil verloren oder dazugewonnen und das beste Ergebnis liegt nicht weit über der 50 Prozent-Marke.

1982 fuhr die SPÖ einen Rekordsieg ein

Genau 53,22 Prozent der SPÖ im Jahr 1982 waren der bisherige Rekord bei den burgenländischen Landtagswahlen seit 1945. Erdrutsch-Siege oder so richtige Wahldesaster gab es nie: Das größte Plus machten die 6,60 Prozentpunkte der FPÖ im Jahr 2015 aus, das größte Minus erlitt ebenfalls die FPÖ im Jahr 2005 mit 6,88 Prozentpunkten.

SPÖ

  • 1982: 53,22 Prozent
  • 2005: 100.497 Stimmen
  • 1949: 40,43 Prozent
  • 2015: 59.106 Stimmen

ÖVP

  • 1949: 52,61 Prozent
  • 1949: 86.496 Stimmen
  • 2015: 29,08 Prozent
  • 2015: 54.080 Stimmen

FPÖ

  • 2015: 15,04 Prozent
  • 2015: 27.964 Stimmen
  • 1968: 2,22 Prozent
  • 1968: 3.713 Stimmen

Grüne

  • 2000: 6,43 Prozent
  • 2015: 11.964 Stimmen
  • 1987: 2,20 Prozent
  • 1987: 3.873 Stimmen

Damit ist das Burgenland das einzige Bundesland, in dem es bei keiner einzigen Landtagswahl zweistellige Veränderungen gab.

  • Größtes Plus insgesamt: 6,06 Prozentpunkte der FPÖ im Jahr 2015
     
  • Größtes Minus insgesamt: 6,88 Prozentpunkte der FPÖ im Jahr 2005
     
  • Größtes Plus der SPÖ: 5,63 Prozentpunkte im Jahr 2005
  • Größtes Minus der SPÖ: 6,34 Prozentpunkte im Jahr 2015
     
  • Größtes Plus der ÖVP: 1,05 Prozentpunkte im Jahr 2005
  • Größtes Minus der ÖVP: 5,53 Prozentpunkte im Jahr 1953
     
  • Größtes Plus der Grünen: 3,00 Prozentpunkte im Jahr 2000
  • Größtes Minus der Grünen: 1,06 Prozentpunkte im Jahr 2010

Burgenländer zählen zu den fleißigsten Wählern

Selbst die Wahlbeteiligung rasselte nicht ganz so arg hinunter wie in den meisten anderen Bundesländern - und so zählen die Burgenländer (obwohl es bei ihnen nie Wahlpflicht gab) noch immer zu den fleißigsten Wählern.

2015 blieben zwar so viele Wahlberechtigte wie nie davor zu Hause, mit 76,04 Prozent ist das Burgenland aktuell aber österreichweit das Land mit der höchsten Beteiligung. Die höchste Wahlbeteiligung wurde im Jahr 1949 verzeichnet. Damals gaben 97,41 Prozent ihre Stimme ab.

Überraschend ist, dass es im Jahr 2010 mit 250.607 mehr Wahlberechtigte gab, als beim aktuellen Urnengang mit 250.181.

Kery hängt Niessl um 2 Jahre ab

Unter den Landeshauptmännern hat das Burgenland eine Legende: Theodor Kery (SPÖ) steht mit 21 Jahren und vier Monaten Amtsdauer (1966 bis 1987) österreichweit auf Platz 8 aller Landeshauptleute der Zweiten Republik. Der Ende Februar 2019 - von Hans Peter Doskozil - abgelöste Hans Niessl (SPÖ) schaffte es mit etwas mehr als 19 Jahren auf Platz 11.

eine 23degrees Grafik Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine 23degrees Grafik zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte 23Degree zu.

  • Aktuell liegt der Frauenanteil im burgenländischen Landtag bei 28,78 Prozent - das sind 10 von 36 Abgeordneten. Österreichweit liegt der Frauenanteil in den neun Landtagen bei 31,36 Prozent (138 von 440).
     
  • Der jüngste Abgeordnete im burgenländischen Landtag ist Patrik Fazekas (ÖVP) mit 29 Jahren.
     
  • Längstdienender Landeshauptmann war Theodor Kery (SPÖ) von 28.6.1966 bis 30.10.1987 - das sind 21,4 Jahre.
     
  • Am kürzesten war Hans Bögl (SPÖ) im Amt - von 12.6.1964 bis 28.6.1966
eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.