Chronik | Burgenland
30.10.2018

Burgenland: Beamter soll Aufträge an eigene Firma vergeben haben

Ehemaliger Gemeindebediensteter betrieb Baufirma. Machenschaften sollen bei Grundstückskauf für Einkaufszentrum aufgeflogen sein.

Im Burgenland wird derzeit überprüft, ob ein mittlerweile ehemaliger Gemeindebediensteter jahrelang seiner eigenen Baufirma laut "Kronen Zeitung" insgesamt 48 Aufträge zugeschanzt haben soll. Laut dem Bericht von Dienstag sollen die Machenschaften beim Grundstückskauf für ein geplantes Einkaufszentrum aufgeflogen sein. Das Land verwies gegenüber der APA auf eine Gebarungsprüfung.

Alle burgenländischen Gemeinden werden im Intervall von fünf Jahren von der Aufsichtsbehörde einer Gebarungsprüfung unterzogen. Die betroffene Gemeinde Pinkafeld (Bezirk Oberwart) stand routinemäßig im Oktober 2018 auf dem Plan. Von einer Anlassprüfung, wie es berichtet werde, könne daher nicht die Rede sein. Allerdings werde man im Zuge dieser Gebarungsprüfung auch den Sachverhalt der Nebenbeschäftigung des Mannes beleuchten. Die Zahlungen an dessen Firma sowie das Vorliegen von Vergleichsangeboten wurde überprüft, hieß es aus dem Büro der zuständigen Landesrätin Astrid Eisenkopf ( SPÖ).

Weiters betonte man, dass auch der Bürgermeister Kurt Macezk (SPÖ) selbst eine Anfrage an die zuständige Aufsichtsbehörde gerichtet habe. Außerdem stellte das Land klar, dass es sich nicht um 48 Aufträge sondern um Teilrechnungen gehandelt habe. Alleine der Auftrag zu einer Kanalflächenvermessung hätte etwa 15 Teilrechnungen umfasst. Mit Konsequenzen hat der Beamte nicht zur rechnen. Nach einem Gespräch habe er das Dienstverhältnis Ende September beendet.