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Chronik | Burgenland
06/24/2019

Burgenland: 26-Jährige starb an Überdosis, Baby lag daneben

Burgenländerin kam laut Obduktion nach einer Überdosis Heroin ums Leben. Der Vater des Babys starb schon im Jänner an dem Suchtmittel.

Eine 26-jährige Nordburgenländerin ist in der Vorwoche an einer Überdosis Heroin gestorben. Ihr vier Monate altes Baby lag neben der Frau, die Eltern entdeckten die Leiche ihrer Tochter, sagt ein Ermittler des Landeskriminalamtes Burgenland im Gespräch mit dem KURIER.

Eine Obduktion wurde angeordnet, diese bestätigte den Verdacht der Ermittler, dass die Frau wegen einer Überdosis ums Leben gekommen war.

Die 26-Jährige, die schon ein fünfjähriges Kind hat, lebte im Haus ihrer Eltern im Nordburgenland. Ihr Lebensgefährte – er ist auch der Vater des vier Monate alten Säuglings – war Anfang des Jahres, einen Tag vor der Geburt seines Kindes, ebenfalls an einer Überdosis Heroin gestorben heißt es aus Ermittlerkeisen.

Probleme mit Heroin im Bezirk Eisenstadt

Die Großeltern kümmerten sich  nicht nur um ihre Enkelkinder, sondern auch um die Tochter. In der Vorwoche waren sie – gemeinsam mit dem älteren Enkel – für wenige Stunde außer Haus. Als sie zurückkamen, fanden sie die Tochter tot auf. Der Säugling sei laut den Ermittlern körperlich unversehrt geblieben.

Laut dem Chefermittler des Landeskriminalamtes Burgenland, Paul Schlaffer, gibt es im Burgenland in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt zwei Drogentote.  Mit dem Tod der jungen Mutter und ihres Lebensgefährten sind heuer bisher bereits zwei Menschen im Burgenland an Suchtmittel gestorben.

Zuletzt gebe es - vor allem im Bezirk Eisenstadt - vermehrt Probleme mit dem Handel und Konsum von Heroin, sagt der Chefermittler. Vor ein paar Wochen hatte es mehrere Festnahmen von Burgenländern gegeben, die im Verdacht stehen „im großen Stil“ Drogen verkauft zu haben. Die Ermittlungen laufen weiterhin.

Update: 25.Juni
Nach dem Bericht meldete sich am am Dienstag die Mutter des im Jänner verstorbenen Mannes zu Wort. Die Frau - sie möchte anonym bleiben - besteht auf die Feststellung, ihr Sohn sei "nachweislich nicht an einer Überdosis gestorben".